Nach Korruptionsvorwürfen

Krise in Österreich: Muss Kanzler Kurz zurücktreten?

Wegen Korruptionsvorwürfen steht Österreichs Kanzler Kurz im Zentrum von Ermittlungen. Die mitregierenden Grünen und die Opposition erhöhen den Druck auf Kurz. "Wir können nicht zur Tagesordnung übergehen, die Handlungsfähigkeit des Bundeskanzlers ist vor diesem Hintergrund in Frage gestellt", sagte der grüne Vizekanzler Werner Kogler heute in einer Mitteilung.

Sebastian Kurz (ÖVP), Bundeskanzler von Österreich © Herbert Neubauer/APA/dpa
Sebastian Kurz (ÖVP), Bundeskanzler von Österreich | © Herbert Neubauer/APA/dpa

Über die Vorwürfe und mögliche Konsequenzen sprechen Sonja Kopptiz und Max Spallek mit dem Politikwissenschaftler Prof. Peter Filzmaier Professor für Demokratiestudien und Politikforschung an der Donau-Universität Krems und für Politische Kommunikation an der Karl-Franzens-Universität Graz.

Sebastian Kurz (ÖVP), Bundeskanzler von Österreich © Herbert Neubauer/APA/dpa
Herbert Neubauer/APA/dpa
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Hintergrund: Laut der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) stehen enge Mitstreiter von Kurz im Verdacht, sich wohlmeinende Berichterstattung in einem Medienunternehmen erkauft zu haben, um Sebastian Kurz ab 2016 den Weg an die Parteispitze und in das Bundeskanzleramt zu ebnen. Dafür soll Geld aus dem Finanzministerium zweckentfremdet worden sein. Die Ermittler sehen in Sebastian Kurz einen Beteiligten an den Verbrechen der Untreue und Bestechlichkeit. Der 35-Jährige hat alle Anschuldigungen zurückgewiesen. (Quelle: dpa)