"Soko Chemnitz"

Künstlergruppe fahndet nach rechten Gewalttätern in Chemnitz

Die Künstlergruppe "Zentrum für politische Schönheit" ist bekannt für ihre provokanten Aktionen. Sie haben Gräber vor dem Reichstag gegraben, das Holocaust-Mahnmal vorm Haus des thüringischen AfD-Fraktionschef Björn Höcke nachgebaut - und jetzt eine Art Pranger im Internet installiert.

Rechte Demonstranten in Chemnitz © imago/Michael Trammer
Rechte Demonstranten in Chemnitz | © imago/Michael Trammer

Mit einer Art Pranger im Internet, durch den sogenannte „Problemdeutsche“ identifiziert werden sollen, sorgt die Künstler- und Aktivistengruppe "Zentrum für politische Schönheit" (ZPS) derzeit für Aufsehen. Es geht um die Ausschreitungen in Chemnitz im August dieses Jahres und die Teilnehmer rechter Ausschreitungen, die z.B. "Ausländer raus!" oder "Wir sind die Fans – Adolf Hitler Hooligans" gerufen haben.

Dazu schaltete die Aktivistengruppe eine Internetseite frei, auf der Fotos von mutmaßlichen Teilnehmern der rechten Demonstrationen sowie der Ausschreitungen in Chemnitz zu sehen sind. Mit dem Aufruf "Denunzieren Sie noch heute Ihren Arbeitskollegen, Nachbarn oder Bekannten und kassieren Sie Sofort-Bargeld. Helfen Sie uns, die entsprechenden Problemdeutschen aus der Wirtschaft und dem öffentlichen Dienst zu entfernen" wird die breite Öffentlichkeit dazu aufgerufen, die mutmaßlichen Teilnehmer auf den Fotos zu identifizieren.

radioeins-Reporterin Julia Vismann war heute bei der Vorstellung der Aktion "Soko Chemnitz" dabei und berichtet darüber.

Rechte Demonstranten in Chemnitz © imago/Michael Trammer
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