Rechtsextremistische Vorfälle

Kramp-Karrenbauer will Eliteeinheit KSK zum Teil auflösen

Die zweite Kompanie des Kommando Spezialkräfte soll einem Bericht der FAZ zufolge aufgelöst werden. Die übrigen Kräfte würden "drastisch reformiert” und stünden bis zum Herbst “unter verschärfter Beobachtung"”, heißt es weiter. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet, alle internationalen Einsätze würden beendet.

KSK-Soldaten in einem Transporthubschrauber der Bundeswehr © imago images/Björn Trotzki
KSK-Soldaten in einem Transporthubschrauber der Bundeswehr | © imago images/Björn Trotzki

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer ergreift drastische Maßnahmen, um gegen Rechtsextreme bei der Eliteeinheit KSK der Bundeswehr vorzugehen. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung".

Demnach soll die zweite Kompanie des Kommandos Spezialkräfte ganz aufgelöst werden. Gegen viele der 70 Mann aus dieser Kompanie laufen bereits Ermittlungen wegen rechtsextremer Aktivitäten.

Das KSK darf in Zukunft auch nicht mehr selbst ausbilden.

Ministerin Kramp-Karrenbauer sagte der "Süddeutschen Zeitung", bei der Elitetruppe gebe es eine toxische Führungskultur einzelner. Deswegen könne das KSK nicht in der jetzigen Form bestehen bleiben. Sie hatte sich vor Ort am Standort Calw über die rechtsextremen Vorfälle informiert.

Max Spallek sprach darüber mit der Wehrbeauftragten Eva Högl (SPD). Sie hat die Pläne der Verteidigungsministerin zur Teil-Auflösung der Elitetruppe KSK begrüßt. Es brauche noch mehr Schritte, so Högl. Neben den Reformen sei es wichtig, jeden einzelnen Fall von rechtsextremen Vorwürfen aufzuklären. Außerdem brauche es mehr Vielfalt in der Eliteeinheit und diese müsse sich mehr öffnen..

KSK-Soldaten in einem Transporthubschrauber der Bundeswehr © imago images/Björn Trotzki
imago images/Björn Trotzki
Download (mp3, 6 MB)