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"Gorch Fock": Staatsanwaltschaft ermittelt wieder im Fall Jenny Böken

Mehr als zehn Jahre nach dem Tod einer Kadettin auf dem Marineschulschiff "Gorch Fock" wird der Fall neu aufgerollt. Wie die Staatsanwaltschaft Kiel mitteilte, ist das Todesermittlungsverfahren wieder eröffnet worden. Grund sei die neue Aussage einer Zeugin, die überprüft werden müsse.

Das Segelschulschiff "Gorch Fock" im Sonnenaufgang © dpa/Stefan Sauer
Was ist am 3. September 2008 auf der "Gorch Fock" passiert, wie kam die Kadettin Jenny Böken ums Leben? | © dpa/Stefan Sauer

Mehr als zehn Jahre nach dem Tod einer Kadettin auf der "Gorch Fock" ist das Todesermittlungsverfahren wieder eröffnet worden. Das hat die Staatsanwaltschaft Kiel mitgeteilt. Nach den Aussagen einer Zeugin müssten einige Punkte überprüft werden. 

Die Ermittlungen zum Tod der 18 Jahre alten Jenny Böken wurden 2009 eingestellt. Die Kadettin war im September 2008 bei einer Nachtwache über Bord gegangen. Ihre Leiche wurde nach elf Tagen aus der Nordsee geborgen. Die Ermittler halten ein Unglück für am wahrscheinlichsten. Die Eltern sehen Hinweise für einen Mord - gestützt auf Aussagen der Zeugin, die jetzt noch einmal vernommen wurde.

Wenn sie tatsächlich ertrunken wäre, hätte man bei der Obduktion Wasser in der Lunge feststellen müssen, nannte der Anwalt der Eltern einen aus seiner Sicht ganz elementaren Widerspruch zum Obduktionsergebnis.

Katja Weber und Holger Klein sprachen darüber mit dem Journalisten und Filmemacher Jörg Hafkemeyer. Er war in der besagten Nacht als Hörfunk-Reporter mit an Bord der "Gorch Fock" und verfolgt den Fall Böken seit Jahren.

Das Segelschulschiff "Gorch Fock" im Sonnenaufgang © dpa/Stefan Sauer
dpa/Stefan Sauer
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