Berliner Landgericht

Linksalternatives Projekt "Køpi 137" soll geräumt werden

Das linksalternative Wohnprojekt in der Köpenicker Straße in Berlin-Mitte muss laut einem Gerichtsurteil zu großen Teilen geräumt werden. Drei Grundstücke seien unverzüglich frei zu machen, entschied das Landgericht in der Hauptstadt am Donnerstag. Die Urteilsverkündung war begleitet von lautem Unmut auf den Besucherbänken.

Vor dem Gericht demonstrieren am 10.06.2021 Unterstützer*innen gegen die Räumung der "Køpi 137" © dpa/Christoph Soeder
Vor dem Gericht demonstrieren am 10.06.2021 Unterstützer*innen gegen die Räumung der "Køpi 137" | © dpa/Christoph Soeder

Auf dem Gelände von "Køpi 137" stehen derzeit Dutzende Bauwagen, die von etwa 30 Frauen bewohnt werden. Deren Anwalt teilte mit, er wolle gegen das Urteil in Berufung gehen, um eine Räumung des Geländes aufzuschieben. Er hoffe, das Projekt mit Unterstützung von Land und Bezirk noch retten zu können. Dazu kündigte er Gespräche auch mit der Eigentümer-Seite an. Eigentlich sollte der Wagenplatz bis Ende Februar geräumt werden. Die Frauen bewohnen die Fläche bereits seit mehr als 20 Jahren.

rbb-Reporter Wolf Siebert hat die Verhandlung im Berliner Landgericht verfolgt.

Vor dem Gericht demonstrieren am 10.06.2021 Unterstützer*innen gegen die Räumung der "Køpi 137" © dpa/Christoph Soeder
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