Festnahmen bei Anti-Mobilisierungs-Kundgebungen

"Proteste in Russland helfen nicht gegen Putins Regime"

Interview mit Sergej Sumlenny, Osteuropa-Experte

Lange Schlangen an den russischen Grenzübergängen zu den Nachbarländern. Flüge ins Ausland sind angeblich ausverkauft. Junge Russen versuchen offenbar, das Land zu verlassen. Gegen die von Putin am Mittwoch angekündigte Teilmobilmachung sind überall im Land Menschen auf die Straße gegangen.

Polizisten tragen am 21.09.2022 einen Demonstranten während einer Demonstration gegen die Mobilisierung in Moskau weg, der einen Ausweis in der Hand hält © AP/Alexander Zemlianichenko
Polizisten tragen am 21.09.2022 einen Demonstranten während einer Demonstration gegen die Mobilisierung in Moskau weg, der einen Ausweis in der Hand hält | © AP/Alexander Zemlianichenko

Mehr als 1.300 Menschen sollen festgenommen worden sein. Das Bürgerrechtsportal OVD-Info zählte am Mittwochabend über 1.350 Festnahmen in 38 Städten des Landes. Allein in St. Petersburg wurden diesen Angaben zufolge 556 Demonstranten in Gewahrsam genommen, in der Hauptstadt Moskau waren es ebenfalls mehr als 500. Die Behörden machten zunächst keine Angaben zu den Festnahmen.

Über die aktuelle Situation sprechen wir mit Sergej Sumlenny. Er ist Osteuropa-Experte und ehemaliger Leiter der Heinrich-Böll-Stiftung in Kiew.

Polizisten tragen am 21.09.2022 einen Demonstranten während einer Demonstration gegen die Mobilisierung in Moskau weg, der einen Ausweis in der Hand hält © AP/Alexander Zemlianichenko
AP/Alexander Zemlianichenko
Download (mp3, 7 MB)