Debatte zur Energieversorgung

Atomkraftwerke länger betreiben: "Sicherheitstechnisch ziemlich heikel"

Sollen deutsche Atomkraftwerke länger am Netz bleiben? Die Debatte darüber wird vor dem Hintergrund der Frage der Energiesicherheit weitergeführt.

Kernkraftwerk Isar 2 bei Landshut, Bayern © imago images/Peter Widmann
Kernkraftwerk Isar 2 bei Landshut, Bayern | © imago images/Peter Widmann

Das Bundeswirtschafts- und Klimaschutzministerium und das Bundesumweltministerium hatten im März gemeinsam eine Laufzeitverlängerung von deutschen Kernkraftwerken prüfen lassen - mit dem Ergebnis, dies unter anderem wegen technischer und sicherheitspolitischer Risiken nicht zu empfehlen.

CDU-Chef Friedrich Merz hält eine Laufzeitverlängerung dagegen für möglich, Bundesfinanzminister und FDP-Chef Christian Lindner fordert eine ideologiefreie Debatte. Er sagte gestern Abend im ZDF, es dürfe keine Denktabus geben, um die Preisentwicklung für die Menschen zu kontrollieren. Seine Partei will zudem eine erneute Prüfung einer Laufzeitverlängerung.

SPD und Grüne sagen aber, dass es dafür neue Brennstäbe braucht, die frühestens in einem Jahr geliefert werden könnten. Hinzu kommt, dass Atomkraftwerke weniger zuverlässige Stromlieferanten als andere Kraftwerksarten sind. Das hat eine Analyse der Denkfabrik Energy Brainpool am Beispiel Frankreichs ergeben.

Wir sprechen mit dem Umwelthistoriker Prof. Frank Uekötter von der Universität Birmingham.

Kernkraftwerk Isar 2 bei Landshut, Bayern © imago images/Peter Widmann
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