Frankreich

Dialog nach Ausschreitungen der "Gilets jaunes" in Paris

Der französische Premierminister Philippe spricht heute den ganzen Tag über mit Vertretern der Opposition und der Protestbewegung "Gilets jaunes" ("Gelbe Westen"). Dabei soll es um Forderungen gehen, vor allem die Steuern auf Treibstoffe zu senken. Die Straßenproteste richten sich aber auch allgemein gegen hohe Lebenshaltungs-Kosten und die wachsenden Unterschiede zwischen Arm und Reich.

Rauchschwaden ziehen über Paris (Blick vom Arc de Triomphe) © AP Photo/Kamil Zihnioglu
Rauchschwaden ziehen über Paris (Blick vom Arc de Triomphe) | © AP Photo/Kamil Zihnioglu

Krawalle und Vandalismus in Paris, mehr als 100 Verletzte und erneut ein Todesopfer. Am dritten Wochenende in Folge hat die Protestbewegung mit den gelben Warnwesten ihren Zorn gegen hohe Steuern, geringe Einkommen und vor allem gegen den Präsidenten auf die Straße getragen. „"Macron, tritt zurück“" steht jetzt in Graffitis auf der Fassade des Triumphbogens, dem nationalen Symbol, das sogar die 68er Studenten respektiert hatten.

Wie gefährlich ist der Aufruhr für Emmanuel Macron? Woher kommt die große Unzufriedenheit, so großer Teile der Bevölkerung, mit ihrem Präsidenten? Wer sind diese "Gelbwesten" und wie lässt sich ihr Protest befrieden?

Sonja Koppitz und Max Spallek sprechen darüber mit Stefan Dehnert, dem Leiter der Friedrich-Ebert-Stiftung in Paris.

Rauchschwaden ziehen über Paris (Blick vom Arc de Triomphe) © AP Photo/Kamil Zihnioglu
AP Photo/Kamil Zihnioglu
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