Der bedrohte Mann?

Der Journalist Jens Jessen rechnet mit der MeToo-Debatte ab

Ein geknickter, nackter Mann auf dem Titel der Wochenzeitung DIE ZEIT, daneben die Schlagzeile "Schäm dich, Mann". Der Journalist Jens Jessen schreibt sich einen Wutausbruch von der Seele und rechnet mit der #MeToo-Debatte ab.

Aktuelle Ausgabe der Wochenzeitung "DIE ZEIT" mit dem Titel "Schäm dich, Mann" (aufgenommen auf einem Bildschirm) © radioeins
Aktuelle Ausgabe der Wochenzeitung "DIE ZEIT" mit dem Titel "Schäm dich, Mann" (aufgenommen auf einem Bildschirm) | © radioeins

Jessen sieht die Männlichkeit bedroht, spricht von einem neu ausgebrochenen Geschlechterkampf und vergleicht den aktuellen "totalitären Feminismus", wie er ihn nennt, mit kommunistischen Systemen. Der Mann steht unter Generalverdacht und macht alles falsch, so Jessen, ob nun Manspreading oder Mansplaning oder Gedichte an Häuserwänden.

"Sie [die Frauen] haben etwas gegen Männer - und die Allgegenwart männlicher Perspektiven. Noch in der schüchternsten männlichen Lebensäußerung sehen sie den Keim zu Sexismus und Machtmissbrauch”, schreibt Jessen.

Katja Weber und Holger Klein sprachen darüber mit dem ZEIT-Autor Jens Jessen.