Di 07.01. 18:12
radioeins ab vier

Investitionsstau in Deutschland

Volumen nicht abgerufener Fördergelder größer als angenommen

Die Fördermittel des Staats werden nicht ausgeschöpft. Das Geld ist vorhanden - nur kann er das Geld nicht ausgeben. Der Geldstau von Bund, Ländern, Kommunen und Forschungseinrichtungen summiert sich auf mehr als 20 Milliarden Euro. Gründe sind u.a. fehlendes Personal in den Verwaltungen, zu viele Fördertöpfe und das komplizierte Antragswesen.

Ein Geschäftsmann sitzt auf einem großen Geldstapel und schaut auf kleine klagende Menschen herab © imago/Ikon Images
Wie hoch der Geldstau genau ist, lässt sich nicht sagen. Er dürfte sich aber auf erheblich mehr als 20 Milliarden Euro summieren | © imago/Ikon Images

Nachricht von gestern: Dem öffentlichen Dienst fehlen derzeit 300.000 Mitarbeiter, sagt Ulrich Silberbach, der Chef des Dachverbandes dbb, unter dem sich die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes versammelt haben.

Nachricht von heute aus dem Handelsblatt: Die Kommunen sitzen auf Milliarden von potentiellen Fördermitteln, bekommen es aber nicht hin, diese abzurufen. Das Geld fließt nicht ab, so heißt das dann.

Über diesen verstopften Abfluss sprachen Katja Weber und Holger Klein mit dem Wirtschaftswissenschaftler Gustav Horn. Er war lange Chef des gewerkschaftsnahen Wirtschaftsinstituts IMK und sitzt jetzt in der Stadtverordnetenversammlung in Bad Belzig in Potsdam-Mittelmark.

Ein Geschäftsmann sitzt auf einem großen Geldstapel und schaut auf kleine klagende Menschen herab © imago/Ikon Images
imago/Ikon Images
Download (mp3, 6 MB)