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Bundestag befasst sich mit Clubsterben

Tanzen unterm Mietendeckel? Nicht nur Mieter klagen über rasant steigende Preise –- auch viele Clubs bangen um ihre Existenz oder sind schon geschlossen, weil Investoren die Immobilien lukrativer nutzen wollen. Bestandschutz für Berghain und Co.? Was tun gegen das Clubsterben? Bundestags-Politiker haben das Problem erkannt und diskutieren bei einem Fachgespräch über Lösungsmöglichkeiten.

Der Griesmühle in Berlin-Neukölln droht das Aus © rbb
Was tun gegen das Clubsterben? Das war heute Thema im Bauausschuss des Bundestages | © rbb

Der Bauausschuss des Bundestags hat sich heute damit befasst, wie die Clubkultur erhalten werden kann. FDP, Linke und Grüne fordern in Anträgen, Clubs als kulturelle Einrichtungen anzuerkennen, um sie besser vor Verdrängung - zum Beispiel durch neue Wohngebäude - zu schützen.

Die Vorsitzende der Clubkomission Berlin, Pamela Schobeß, hat in der Anhörung die Sicht der Betreiber dargelegt. Immer mehr Menschen verstünden, welche kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung Clubs haben, sagt sie. Es sei unfair, dass Clubs als Vergnügungsstätten eingestuft würden, also zum Beispiel wie Spielcasinos. Clubs organisierten ein Musikprogramm und arbeiteten dabei ähnlich wie andere Kultureinrichtungen.

Sonja Koppitz und Max Spallek sprachen darüber mit Pamela Schobeß, der Vorsitzenden der Clubkomission Berlin und Betreiberin des Gretchen Clubs. Sie sprach von einem sehr konstruktiven Fachgespräch.