Schwachstellen und Sicherheitslücken im IT-Bereich

Bundesregierung gründet Agentur für Cybersicherheit

Mit einer neuen Agentur für Innovationen in der Cybersicherheit will die Bundesregierung Deutschland besser vor Hackerangriffen schützen.

Ein Mann arbeitet an der Tastatur eines Laptops © radioeins/Chris Melzer
Ein Mann arbeitet an der Tastatur eines Laptops | © radioeins/Chris Melzer

Der nächste Krieg findet im Netz statt. Angriffe aus dem Internet auf Unternehmen, Energieversorger und Behörden sind schon lange kein Science-Fiction mehr und Angesichts der immer dichter werdenen digitalen Verknüpfungen unseres Alltags und dem Internet of Things wird die bisherige Abschirmung nahezu wirkungslos. Aber dass die IT geschützt und ausgebaut werden muss, ist in fast allen Unternehmen angekommen und jetzt will auch der Bund aufrüsten.

Das Bundeskabinett beschloss die Gründung einer bundeseigenen Agentur, die Vorhaben auf dem Gebiet der Cybersicherheit finanzieren und fördern soll. Dafür sollen in den kommenden fünf Jahren mindestens 200 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Vorbild ist dabei die US-Forschungsagentur DAPA, die dem amerikanischen Verteidigungsministerium gehört. 

Ziel sei es, dass Deutschland in diesem Bereich eine Spitzenposition einnehme, sagte Bundesinnenminister Seehofer bei der Vorstellung der Pläne in Berlin. Bisher sei die Zahl von Schwachstellen und offenen Sicherheitslücken im IT-Bereich erschreckend hoch.

Über Sinn und Unsinn dieser Agentur sprachen Sonja Koppitz und Max Spallek mit Sandro Gaycken, dem Direktor des Digital Society Institute Berlin.

Ein Mann arbeitet an der Tastatur eines Laptops © radioeins/Chris Melzer
radioeins/Chris Melzer
Download (mp3, 4 MB)