Maßnahmen für gesündere Ernährung

Werbung von Zuckerbomben für Kinder soll beschränkt werden

Die Verbraucherorganisation foodwatch bezeichnet das Vorhaben auf eine verbindliche Beschränkung der an Kinder gerichteten Werbung für ungesunde Lebensmittel der möglichen Ampelkoalition als wichtigen Schritt im Kampf gegen Fehlernährung und ernährungsbedingte Krankheiten - doch weitere Maßnahmen, um die "Adipositas-Epidemie" zu bewältigen, sind nötig.

Ein Nutri-Score zeigt den schlechtesten Wert "E" auf einem Produkt an © radioeins/Chris Melzer
Ein Nutri-Score zeigt den schlechtesten Wert "E" auf einem Produkt an | © radioeins/Chris Melzer

Wenn wir von Pandemie sprechen, dann geht es zur Zeit hauptsächlich um die Corona-Pandemie. Es gibt aber auch eine andere Krankheit, die schon lange da ist und die sich weiter ausbreitet. Es ist die sogenannte "Adipositas-Epidemie". Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es die in ganz Europa.

Etwa jedes sechste Kind in Deutschland ist übergewichtig oder adipös. Unter den 11- bis 13-Jährigen ist es sogar jedes fünfte.

Die zukünftige Bundesregierung aus SPD, FDP und Grünen will deshalb - laut gestern vorgelegtem Koalitionsvertrag - Zucker-Werbung für Kinder beschränken.

Saskia Reinbeck von der Verbraucherorganisation foodwatch bezeichnete das Vorhaben der möglichen Ampelkoalition auf radioeins als Schritt in die richtige Richtung, aber "für Aufbruch und Fortschritt, wo ja immer von gesprochen wurde, ist das Ganze noch ein bisschen dünn".

Ein Nutri-Score zeigt den schlechtesten Wert "E" auf einem Produkt an © radioeins/Chris Melzer
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