Back in Black

Reject All American von Bikini Kill

Das Vinyl der Woche

Die CD ist längst vom Aussterben bedroht und das MP3 viel zu virtuell. Darum feiert radioeins das schwarze Gold – zusammen mit den Berliner Plattendealern unseres Vertrauens. Jede Woche stellen sie uns ein Album vor, das nur auf Vinyl so klingt, wie es klingen soll. Die Schallplatte lebt - immer mittwochs um 13:40 live auf radioeins.

Reject All American von Bikini Kill
Reject All American von Bikini Kill | © Bikini Kill

Das finale Album der wohl wichtigsten feministischen (Punk) Rockband wurde nach der initialen Veröffentlichung 1996 endlich wieder neu aufgelegt. 

Bikini Kill gründeten sich 1990 in Olympia, Washington und lösten sich 1997 auf. Ihnen wird zugeschrieben, die Riot Grrrl-Bewegung („All girls to the front.“) in den frühen 90er Jahren durch ihre politischen Texte, Fanzines und konfrontativen Live-Auftritte angestiftet und maßgeblich geprägt zu haben.

Reject All American ist das letzte Studioalbum von Bikini Kill, das ursprünglich am 5. April 1996 von Kill Rock Stars veröffentlicht wurde. Mit drei Jahren seit ihrem letzten Album, Pussy Whipped, und nur ein paar 7“ Singles in der Zwischenzeit, hatte Bikini Kill genug Zeit, um eine Band zu werden, die für sich selbst steht. Reject All American, enthüllte eine gewachsene Punkband mit mehr Klarheit, Kompetenz und erweiterter Reichweite, musikalisch und inhaltlich. Während das Herz der Band immer noch im lauten Punk der Sex Pistols oder X-Ray Spex pochte, integrierte die Band auch neue Einflüsse wie Indie Rock oder klassischen New Wave Pop und ließ sogar Instrumente wie Trompeten und Xylophon in ihren Stil einfließen. Trotzdem sind es die Worte und der Gesang von Kathleen Hanna, die am meisten gereift sind und die Hauptstärke der Band bildeten. Wie schon auf ihren vorherigen Platten thematisierte die Band in ihren Songs absurde Körperideale für Frauen, Unterdrückung, Missbrauch und Vergewaltigung.

Und über 20 Jahre später ist es unmöglich sich die musikalische Landschaft ohne Bikini Kill oder Riot Grrrl vorzustellen, wenn selbst Popstars wie Miley Cyrus darauf Bezug nehmen.

Norman Dietze (Bis aufs Messer)

Reject All American von Bikini Kill
Bikini Kill
Back in Black © radioeins/Warnow
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Norman Dietze

(Plattenladen: Bis Aufs Messer)

Back in Black © radioeins/Warnow
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Philipp Michalke

(Plattenladen: hhv Records)

Back in Black © radioeins/Warnow
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Stephan Schulz

Plattenladen: Dodo Beach Record Store

Thomas und Bernd (RockSteady Records)
Thomas und Bernd (RockSteady Records)

Thomas & Bernd

(Plattenladen: Rock Steady Records)

Der Beitrag ist noch bis zum 14.08.2020 00:00:00 verfügbar.