Back in Black

Hot Motion von Temples

Das Vinyl der Woche

Mit "Hot Motion" legen Temples aus Kettering/Northamptonshire ihr drittes Album seit 2014 vor. Manchem mag noch der Name Martin Newell mit seinem Projekt "Cleaners From Venus" ein Begriff sein, der Mitte der siebziger Jahre mit seinen psychedelischen Home Studio Recordings eine treue Anhängerschaft fand. Ähnliches hatten auch zunächst der Rhythmusgitarrist und Sänger James Bagshaw und der Bassist Thomas Walmsley vor, als sie 2012 die Temples gründeten. Als dann noch der Gitarrist Adam Smith und der Schlagzeuger Samuel Toms dazustiessen, wurde aus dem ursprünglichen Heimstudio Projekt eine richtige Band.

Hot Motion von Temples © Rough Trade
Hot Motion von Temples | © Rough Trade

Das Londoner Plattenlabel Heavenly Records nahm sie unter Vertrag und schickte sie auf Tour durch Großbritannien, Europa, USA und Australien. Unterstützung erfuhren sie nicht zuletzt von Noel Gallagher (Oasis) und Johnny Marr (Smiths), die die Temples als beste Newcomer Band propagierten. Im Februar 2014 erschien dann ihr erstes Album "Sun Structures", das es bis auf Platz 7 der britischen LP-Charts schaffte.

Musikalisch sind die Temples tief in der Psychedelic Pop Phase der ausgehenden sechziger Jahre verwurzelt. Hymnische Melodien, die sich in den Gehörgängen festsetzen und psychedelische Effekte, Hasch umnebelte Soundstrukturen. Auch ihr Outfit ist "strictly sixties", Paisley Hemden, etc. Gleiches trifft auch für das Artwork zu. Die Cover erinnern in ihrer Gestaltung an Cream oder Jimi Hendrix. Eine Retro Band durch und durch, aber gab es diese Art von Musik nicht durchgängig über die letzten Jahrzehnte, auch wenn diese oft ein Nischendasein fristete?

Nach der Kritik an ihrer zweiten LP "Volcano" (2017), das als keimfreies Synthiepop Album stigmatisiert wurde, nähern sich die Temples auf der von James Bagshaw produzierten LP "Hot Motion" den Soundstrukturen von "Sun Structures" wieder an. Sieht man einmal von der Melodienvielfallt ab, gehen die Temples in ihren Songs textlich oft andere Wege als die meisten ihrer Vorläufer in den sechziger Jahren.

Zeitbezogen geht es z.B. um die Demaskierung autoritärer Politik oder stumpfes Mitläufertum ("Step Down", "Context", "You're Either On Something"). Wer "Swingin' Sixties" orientierte Musik mag, kommt an dieser Platte nicht vorbei.

Hot Motion von Temples © Rough Trade
Rough Trade


Bernd (Plattenladen: Rock Steady Records)

Back in Black © radioeins/Warnow
radioeins/Warnow

Norman Dietze

(Plattenladen: Bis Aufs Messer)

Back in Black © radioeins/Warnow
radioeins/Warnow

Philipp Michalke

(Plattenladen: hhv Records)

Back in Black © radioeins/Warnow
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Stephan Schulz

Plattenladen: Dodo Beach Record Store

Thomas und Bernd (RockSteady Records)
Thomas und Bernd (RockSteady Records)

Thomas & Bernd

(Plattenladen: Rock Steady Records)

Der Beitrag ist noch bis zum 09.10.2020 00:00:00 verfügbar.