Spanischer Rapper als Symbolfigur

Proteste gegen Haft für Pablo Hasél reißen nicht ab

In Spanien ist es den sechsten Abend in Folge zu gewaltsamen Protesten gegen die Verhaftung des Rappers Pablo Hasél gekommen. Künstler*innen solidarisieren sich mit dem Rapper als Kämpfer für die Meinungsfreiheit. Gleichzeitig feiern ihn politische Extremisten, "„Antisistemas"“ und radikale katalanische Separatisten. Was macht Hasél zur Symbolfigur?

Demonstranten protestieren gegen die Verhaftung des Rappers Pablo Hasél in Barcelona © AP Photo/Felipe Dana
Demonstranten protestieren gegen die Verhaftung des Rappers Pablo Hasél in Barcelona | © AP Photo/Felipe Dana

Die Proteste gegen die Haft für Pablo Hasél reißen nicht ab. Für ihn ist Spaniens Ex-König Juan Carlos ein Parasit und ein Mafioso: Der Rapper Pablo Hasél hat in Songs kräftig ausgeteilt gegen das Königshaus, ein Gericht sah in Texten und Tweets außerdem die "„Verherrlichung von Terrorismus“". Die Richter verurteilten ihn zu neun Monaten Haft, inzwischen sitzt er im Gefängnis.

Doch seine Anhänger*innen wollen das nicht hinnehmen: Seit Tagen gehen sie in mehreren spanischen Städten auf die Straße. Im Zentrum steht das so genannte „"Bürgerschutzgesetz“" in dem viele Künstler*innen und die Protestierenden eher ein „"Maulkorbgesetz"“ sehen.

Die konservative Regierung Rajoy habe es durchgedrückt, um kritische Stimmen mundtot zu machen, sagen die Gegner*innen. Die sozialistische Regierung hat angekündigt, es entschärfen zu wollen.

ARD-Korrespondent Reinhard Spiegelhauer berichtet darüber aus Madrid.

Demonstranten protestieren gegen die Verhaftung des Rappers Pablo Hasél in Barcelona © AP Photo/Felipe Dana
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