Nach einem Jahr - Yoruba-Sendungen aus England weiterhin eingeplant

Yorubaland
Eine Landkarte von 1898 | © Bibliothek Boston

Nach einem halben Dutzend Ausgaben wieder verschwunden war im Juni 2021 ein Radioprojekt in Großbritannien, das für die Loslösung des vom Volk der Yoruba bewohnten Südwestens von Nigeria getrommelt hatte. Auch ein Jahr später hofft der technische Dienstleister noch immer auf einen Verkauf der Sendezeit.

Eingeplant ist die Frequenz 9450 kHz für Sendezeiten zwischen 21.00 und 2.00 Uhr MESZ.

Das sieht allerdings nach reinem Wunschdenken aus. Der Produzent scheint das Interesse an diesem Spielzeug nach den wenigen Sendungen, die es 2021 gab, schnell wieder verloren zu haben. In seinem Internetauftritt ist keine Rede vom Hörfunk mehr.

Deutlich zeigt sich auf diesen Seiten die Radikalisierung der Yoruba-Bewegung. Gleich ein eigener Menüpunkt gewidmet ist hier der Pflege des Rassismus gegen das Volk der Fulbe. Damit steht dieser Produzent nicht etwa allein da. Auf Twitter sind die Ausbrüche des Hasses unter #FulaniHerdsmen zu besichtigen.

Die Yoruba-Bewegung ist den Biafra-Sezessionisten verbunden, die ihrerseits bis 2017 im Kurzwellenradio aktiv waren. Inzwischen läuft deren wiederum aus London kommendes Hörfunkprojekt „nur noch“ online und über Satellit.

In seiner Internetpräsenz nennt Radio Biafra auch UKW-Frequenzen. Dabei handelt es sich um Piratensender, die vor allem in Port Harcourt fast schon als dauerhafter Sendebetrieb aktiv zu sein scheinen.

 

Autor: Kai Ludwig; Stand vom 16.07.2022