BBC

Carrie Gracie beendet öffentliche Diskussion

In einer Kontroverse um die ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern hatte die China-Redakteurin der BBC, Carrie Gracie, zum Jahreswechsel ihre Tätigkeit in Peking eingestellt und war nach London zurückgekehrt. Jetzt erzielte sie mit der BBC eine Einigung, die auch den Verzicht auf weitere öffentliche Stellungnahmen einschließt.

Carrie Gracie
Carrie Gracie | © Lilyariesrock, CC-BY-SA

Eine entsprechende Mitteilung veröffentlichten die Pressestelle der BBC und Carrie Gracie selbst gleichzeitig und gleichlautend:

„Auf eigenen Wunsch wird Carrie jetzt eine unbezahlte Freistellung von bis zu sechs Monaten nehmen, um über China und Geschlechtergerechtigkeit zu sprechen und zu schreiben. Weder sie noch die BBC wollen sich zu diesem Thema weiter äußern.“

Die Übereinkunft hat Gracie auch in einem einschlägigen Tweet eingehalten, indem sie sich auf die Formulierung beschränkte, sie sei „wieder zu Hause“.

Vereinbart wurde eine Nachzahlung des strittigen Differenzbetrags, den Gracie ihrerseits an eine gemeinnützige Organisation spendet. Der Empfänger dieser Zuwendung hat sich mit einer eigenen Mitteilung zu erkennen gegeben: Die Fawcett Society.
 

Der recht spektakuläre Rücktritt von Gracie erregte auch in Deutschland einige Aufmerksamkeit. Zu diesem Vorgang siehe z.B. The Guardian, 08.01.2018.

 

Autor: Kai Ludwig; Stand vom 30.06.2018