Mit gekürzter Sendezeit

China Radio International aus Mali

Programme von China Radio International werden auch jetzt noch über Kurzwellensender im westafrikanischen Mali abgestrahlt. Die tägliche Sendezeit ist jedoch weiter gekürzt worden.

Mali
© Sammlung University of Texas

Bereits vor einigen Jahren sind die bis dahin aus Mali übertragenen Sendungen für Europa (genutzt wurde der Standort hier insbesondere für Serbokroatisch) sowie die nächtlichen Sendungen nach Nord- und Südamerika entfallen.

Jetzt wurden auch die Morgensendung in Haussa sowie das bisher am sehr späten Abend ausgestrahlte anderthalbstündige Programm in Chinesisch eingestellt. Die Sender sind insgesamt nur noch von 15.10 bis 0.27 Uhr in Betrieb.

Sendeschema und Frequenzen blieben schon seit vielen Jahren unverändert. Sollte es bis dahin nicht zu weiteren Einschränkungen kommen, dürfte der folgende Ablauf somit auch nach dem 30. Oktober 2021, dann aus Sicht der Mitteleuropäischen Zeit eine Stunde früher von 14.10 bis 23.27 Uhr, weiter beibehalten werden.

15.10-15.57 Uhr: 13685, 17880 kHz; Französisch
16.00-17.57 Uhr: 13685, 17630 kHz; Englisch
18.00-18.57 Uhr: 15125, 17880 kHz; Arabisch
19.00-19.57 Uhr: 13645, 15125 kHz; Suaheli
20.00-20.27 Uhr: 11640, 13645 kHz; Haussa
20.30-21.27 Uhr: 11640, 13685 kHz; Arabisch
21.30-21.57 Uhr: 11640, 13630 kHz; Portugiesisch
22.00-23.27 Uhr: 11640, 13630 kHz; Englisch
23.30-00.27 Uhr: 11975, 13630 kHz; Französisch

Informationen von Ivo Ivanov; Stand vom 18.05.2021



Die Sendungen des damaligen Radio Peking aus Mali begannen 1987. Dafür soll China zwei Siemens-Sender bereitgestellt haben. Aufgebaut wurden diese Sender wohl zusammen mit den passenden Antennen auf einer ganz der Kurzwelle vorbehaltenen Sendestation in Kati, einige Kilometer nordwestlich von Bamako:

Kurzwellenantennen der einschlägigen Abstrahlrichtungen gibt es allerdings auch auf der universellen Sendestation zwischen Bamako und Kati. Die Bauart deutet hier auf einen Zusammenhang mit der Lieferung von vier weiteren Kurzwellensendern in den 90er Jahren. Diese Sender hatte die chinesische Seite in den USA gekauft.

Von Frühjahr 2018 bis Frühjahr 2019 war der Betrieb dieser Sender unterbrochen. In dieser Zeit scheinen umfangreichere Rekonstruktionen stattgefunden zu haben, denn zur Wiederaufnahme des Sendebetriebs waren Signalstärke und Sendequalität deutlich besser als zuvor.


Vom ursprünglichen Ausbau der Sendetechnik für Radio Peking profitierte der Gastgeber RTM (heute ORTM) auch selbst. Sein Hörfunkprogramm war nun abends auf 4783 und insbesondere 4835 kHz bis nach Europa gut zu hören.

Diese Frequenzen sind schon seit vielen Jahren verschwunden. Für das Eigenprogramm kommt nur noch ein Sender zum Einsatz; morgens und abends auf 5995 kHz, tagsüber auf 9635 kHz.

 

Autor: Kai Ludwig