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China Radio International aus Mali

Programme des Auslandshörfunks aus Peking werden nach wie vor über eine Sendestation in Mali ausgestrahlt. Das ist nicht selbstverständlich: Auch bei China Radio International gibt es inzwischen Entscheidungen zum Rückzug aus dem linearen Hörfunk. Die Nutzung der Sender in Albanien ist offenbar bereits beendet.

Mali
© Sammlung University of Texas

Das Sendeschema für die Ausstrahlungen aus Mali wird praktisch nie verändert. Hier angegeben ist es in Mitteleuropäischer Zeit; nach Sommerzeit ergeben sich von Ende März bis Ende Oktober dann jeweils eine Stunde spätere Zeiten:

09.00-09.57 Uhr: 7295 kHz; Haussa
14.00-14.57 Uhr: 13685 und 17880 kHz; Französisch
15.00-16.57 Uhr: 13685 und 17630 kHz; Englisch
17.00-17.57 Uhr: 15125 und 17880 kHz; Arabisch
18.00-18.57 Uhr: 13645 und 15125 kHz; Suaheli
19.00-19.27 Uhr: 11640 und 13645 kHz; Haussa
19.30-20.27 Uhr: 11640 und 13685 kHz; Arabisch
20.30-22.27 Uhr: 11640 und 13630 kHz; Portug., Engl.
22.30-23.27 Uhr: 11975 und 13630 kHz; Französisch
23.30-23.57 Uhr: 11975 und 15505 kHz; Chinesisch
00.00-00.57 Uhr: 7295 und 11975 kHz; Chinesisch

In der Vergangenheit gab es darüber hinaus auch nächtliche Sendungen nach Nord- und Südamerika sowie eine periphere Versorgung von Europa, insbesondere mit dem Programm in Serbokroatisch. Diese Sendeplätze sind jedoch vor einigen Jahren entfallen.


Die Sendungen des damaligen Radio Peking aus Mali begannen 1987. Dafür soll China zwei Siemens-Sender bereitgestellt haben. Aufgebaut wurden diese Sender wohl zusammen mit den passenden Antennen auf einer ganz der Kurzwelle vorbehaltenen Sendestation in Kati, einige Kilometer nordwestlich von Bamako:

Kurzwellenantennen der einschlägigen Abstrahlrichtungen gibt es allerdings auch auf der universellen Sendestation zwischen Bamako und Kati. Die Bauart deutet hier auf einen Zusammenhang mit der Lieferung von vier weiteren Kurzwellensendern in den 90er Jahren. Diese Sender hatte die chinesische Seite in den USA gekauft.

Von Frühjahr 2018 bis Frühjahr 2019 war der Betrieb dieser Sender unterbrochen. In dieser Zeit scheinen umfangreichere Rekonstruktionen stattgefunden zu haben, denn zur Wiederaufnahme des Sendebetriebs waren Signalstärke und Sendequalität deutlich besser als zuvor.

Optimisten hoffen deshalb auch in Albanien auf eine solche Rekonstruktion als Hintergrund des Verschwindens der Sendesignale. Die Kurzwellenstation bei Elbasan war allerdings erst 2004 völlig neu ausgestattet worden.


Vom Ausbau der Sendetechnik für Radio Peking profitierte der Gastgeber RTM (heute ORTM) auch selbst. Sein Hörfunkprogramm war nun abends auf 4783 und insbesondere 4835 kHz bis nach Europa gut zu hören.

Diese Frequenzen sind schon seit vielen Jahren verschwunden. Für das Eigenprogramm kommt nur noch ein Sender zum Einsatz; morgens und abends auf 5995 kHz, tagsüber auf 9635 kHz.

 

Autor: Kai Ludwig; Stand vom 29.02.2020