Sambia

Voice of Hope sendet jetzt auch am Morgen

Seit dem 31. Juli 2017 sendet die Voice of Hope aus Sambia jetzt auch am Morgen. Das war bislang nicht möglich, da die Stromversorgung in dem Netzbereich mit der Sendestation vom vergangenen September an jeweils von 6.00 bis 10.00 Uhr unterbrochen wurde.

Voice of Hope, Sambia
Sendeanlage der „Voice of Hope“ in Sambia mit Antennen für südliches Afrika (links) und Westafrika (Foto: PR)

Diese täglichen, über das Land verteilten Abschaltungen waren eine Notmaßnahme, zu welcher sich der Versorger wegen eines Mangels an Elektroenergie gezwungen sah. Als dessen Grund wurde eine eingeschränkte Verfügbarkeit des Kariba-Wasserkraftwerks genannt.

Zwar verfügt die Sendestation der Voice of Hope über ein Notstromaggregat. Dessen hohe Betriebskosten verbieten jedoch einen regelmäßigen Einsatz.
 

Nach dem Ende der „Stromsperren“ hat die Voice of Hope nun jeweils drei Stunden Sendezeit an Arbeitstagen in den Morgen verlagert. Gesendet wird von Montag bis Freitag damit 7.00-10.00 Uhr auf 9680 und 11680 kHz sowie 18.00-21.00 Uhr auf 4965 und 6065 kHz.

Am Wochenende bleibt es bei der Ausstrahlung von 14.00 bis 19.00 Uhr (Zeitangaben in MESZ) auf 9680 und 13680 kHz. Sonntags ist die erstgenannte Frequenz bis 19.30 Uhr eingeschaltet.

Die Frequenzen 4965 und 9680 kHz werden jeweils zur Versorgung des südlichen Afrika steil nach oben abgestrahlt. Auf 6065, 11680 bzw. 13680 kHz wird in Richtung Westafrika gesendet.
 

Die Sendestation reichlich 30 km südwestlich von Lusaka errichtete ursprünglich die britische Missionsgesellschaft Christian Vision, um hier ab 1994 ein Programm für das südliche Afrika abzustrahlen.

Der zweite Sender und die Westafrika-Antenne kamen 2007 hinzu. Sie dienten einem Programm für Nigeria, das Christian Vision zuvor über die inzwischen abgerissene Sendeanlage Wertachtal in Bayern verbreitet hatte.

Mit einem generellen Rückzug aus dem Kurzwellenhörfunk schaltete Christian Vision 2012 auch die Sendestation in Sambia ab, erhielt sie jedoch in betriebsfähigem Zustand und fand schließlich mit der Voice of Hope einen Käufer. Die Sendungen der Voice of Hope aus Sambia begannen im Mai 2016.
 

Dieser US-amerikanische Missionssender war 1978 aus dem Südlibanon gestartet. Hieran knüpft die Voice of Hope jetzt mit Mittelwellensendungen aus Israel wieder an.

In den USA selbst betreibt die Voice of Hope unter der Kennung KVOH einen Kurzwellensender in Kalifornien. Dieser wird mit spanischsprachigen Programmen an Arbeitstagen von 16.00 bis 21.00 Uhr, teils auch darüber hinaus, auf 17775 kHz betrieben.

In Zukunft soll die Station KVOH mit einem moderneren, gebraucht erworbenen Sender wieder in größerem Umfang eingesetzt werden. Momentan liegt die Priorität jedoch bei den Sendeprojekten in Sambia und Israel.

 

Autor: Kai Ludwig; Stand vom 31.07.2017