Keine Eintagsfliege

Guinea auf 9650 kHz

Seit August 2016 sendet der staatliche Rundfunk von Guinea wieder auf Kurzwelle. Der damalige Argwohn, die Aktivierung der Frequenz 9650 kHz könnte eine Eintagsfliege zu den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro sein, hat sich nicht bestätigt.

Guinea
Quelle: Sammlung University of Texas

Im Vorfeld war die Sendeanlage Conakry-Sonfonia bereits im April 2016 kurzzeitig auf 9650 kHz getestet worden. Davor hatte Radio Guinée zuletzt 2011 auf Kurzwelle gesendet, seinerzeit auf 7125 kHz.

Die Sendestation ist auch mit Vorhangantennen für Auslandssendungen ausgestattet, die hier bis 1988 abgestrahlt wurden. Weitere Frequenzen neben 7125 und 9650 kHz waren 4900 und 6155 kHz sowie für den einstigen Auslandsdienst 11965 und 15310 kHz.

Vor Jahren gab es Diskussionen, ob die Sendeanlage Sonfonia etwa stillgelegt ist und der restliche Kurzwellenbetrieb von einer Sendestation im Stadtteil Kipé mit übernommen wurde. Diese Mutmaßungen erübrigen sich inzwischen: Die Sendeantennen in Kipé sind demontiert, das Technikgebäude wird nur noch für Seekabelanbindungen genutzt.

Über Satellit sind das Fernseh- und das Hörfunkprogramm des staatlichen Rundfunks von Guinea nur mit hohem Aufwand zu empfangen (Intelsat 907, 3,936 GHz r). Eine Übertragung im Internet wurde vom technischen Dienstleister (Lifestream) wegen, so die angezeigte Begründung, „einer Geltendmachung von Urheberrechten durch Irdeto USA“ abgeschaltet.

Abgeschalteter Stream von RTG Conakry
http://cdn.livestream.com/embed/tv1guineeinformation

In den letzten Monaten verschwand dann auch der Internetauftritt unter guineeinformation.fr. Schon 2016 war er nur noch sehr sporadisch mit Beiträgen bestückt worden.

 

Autor: Kai Ludwig; Stand vom 02.08.2017