Freistil

Das 9. Polkabeats-Festival & Spot-Festival in Århus

Polka Beats Festival 2018
Polka Beats Festival 2018 | © Polka Beats Festival

Sie ist die beschwipste Cousine der Marschmusik. Im Zweivierteltakt fegt sie alle Sorgen weg: die Polka. Es ist nicht ganz klar, woher sie ursprünglich kommt. In Polen oder Böhmen soll sie ihre Wurzeln haben. Erste Hochzeiten erlebte sie jedenfalls im Zentraleuropa des 19. Jahrhunderts. Parallel zum politischen Wirbel fegte das Bürgertum im Eins-Zwei-Wechselschritt über das Parkett und auch bei Arbeitern und Bauern genoss diese Mode street credibility. Kein zweiter Tanz versprach so viel Körperkontakt wie die ungestüme Polka. Ihr darauffolgender Export forcierte sowohl das Tempo als auch das sehnsüchtige Moment. Denn als der Tanz vor über hundert Jahren mit Deutschen, Polen, Böhmen und Mähren in den USA landete, fühlten sich die Neuankömmlinge heimatlos. Nach Lebensfreude dürstete es ihnen im prüden Amerika. Gelöscht wurde der Durst mit Bier und die trüben Gedanken - eins, zwei - weggefegt.

Seit einigen Jahren wird die Polka in Berlin und Brandenburg mit einem Festival gefeiert. Mit dem Polkabeats-Festival, das dieses Mal vom 25. bis zum 27. Mai steigt. Es ist die 9. Ausgabe. Cottbus ist der Ankerplatz, aber es gibt auch in diesem Jahr Ableger in Lübbenau, Lübben und Luckau. Der Polkabeauftragte Jo Meyer wird in der ersten Freistil-Stunde zu Gast sein und die Bands und Spielorte des Festivals vorstellen.

In der zweiten Stunde gibt es dann Eindrücke vom Spot-Festival in Århus in Dänemark. Dort trifft sich alljährlich die Musikbranche des Nordens und neue Künstlerinnen und Künstler stellen sich vor. Steen Lorenzen hat unter anderem Lydmor und GoGoBerlin unter blauem dänischen Himmel getroffen. 

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Alles, was nicht verboten ist, ist erlaubt! Exoten, Extreme, Experimente und dennoch keine postmoderne Beliebigkeit. Musik von den Rändern. Brückenschläge zwischen Tradition und Moderne. Zum ... [mehr]