Gesetzentwurf vorgelegt

Verbot von Konversionstherapien für Homosexuelle rückt näher

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat seinen Vorstoß konkretisiert, sogenannte Konversionstherapien zur „Heilung“ von Homosexuellen zu verbieten. Diese sollen bei unter 18-Jährigen generell untersagt werden, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf den ihm vorliegenden Gesetzentwurf berichtet.

Zwei Menschen sind in eine Regenbogenflagge gehüllt © imago/Florian Schuh
Zwei Menschen sind in eine Regenbogenflagge gehüllt | © imago/Florian Schuh

Ein Verbot von sogenannten Konversionstherapien für Homosexuelle rückt näher. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat einen Gesetzentwurf vorgelegt. Er soll nach Angaben des Ministeriums noch in diesem Jahr vom Kabinett beschlossen werden. Spahn betonte, Homosexualität sei keine Krankheit.

Demnach werden Behandlungen, die Personen von ihrer sexuellen Orientierung abbringen sollen, bei Minderjährigen grundsätzlich verboten. Bei über 18-Jährigen wären sie erlaubt - es sei denn, dass die Behandlungen auf Täuschung, Irrtum, Zwang oder Drohung beruhen. Verstöße sollen mit bis zu einem Jahr Haft oder Bußgeldern geahndet werden. 

Welche Lücken dieser Gesetzesentwurf lässt erklärt Lucas Hawrylack im Gespräch mit Volker Wieprecht. Er ist Sprecher des Bündnisses #HomobrauchtkeineHeilung, die mit ihrer Online-Petition im Jahr 2018 diese Debatte überhaupt ins Rollen gebracht hat.

Zwei Menschen sind in eine Regenbogenflagge gehüllt © imago/Florian Schuh
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