Ukraine-Krise

Russland-Experte Dr. Meister: "Es geht um eine Neuverhandlung der europäischen Sicherheitsordnung"

Noch ist offen, wie es nach der intensiven Woche der Diplomatie zwischen Russland, den USA, der NATO und der Ukraine konkret weitergehen wird. Denn bei den wesentlichen Streitpunkten ist man sich nicht näher gekommen. Die EU zeigt sich demonstrativ geschlossen. Nur mit einem gemeinsamen Kurs gegenüber autokratisch geführten Staaten wie Russland könne Europa als Schwergewicht auftreten, sagte die deutsche Außenamtschefin Baerbock.

Flaggen von den USA und Russland © imago images/Christian Ohde
Flaggen von den USA und Russland | © imago images/Christian Ohde

Über die Lage in der Ukraine wurde in dieser Woche viel gesprochen: Zwischen den USA und Russland gab es in Genf ein Treffen, später gab es Gespräche zwischen der NATO und Russland.

Das Ziel ist klar: Man will einen Krieg in der Ukraine verhindern. Den großen Durchbruch gab es aber nicht, denn die Fronten sind verhärtet: Putin will nicht, dass die Ukraine der NATO beitritt, die westlichen Staaten wollen keinen Einmarsch Russlands in der Ukraine. Dass das nicht unwahrscheinlich ist, hat man letzte Woche in Kasachstan gesehen – auch wenn der Einmarsch hier auf Wunsch des kasachischen Präsidenten passiert ist.

Eine Einschätzung zur Lage gibt uns jetzt Dr. Stefan Meister. Er ist Experte für Russische Innen-, Außen- und Sicherheitspolitik an der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik und sagt: "Es geht um eine Neuverhandlung der europäischen Sicherheitsordnung. [...] Das Ziel der Russen ist, die Amerikaner aus Europa letztlich rauszudrängen, und die von den USA geprägte europäische und globale Sicherheitsordnung im Prinzip neu zu verhandeln."

Flaggen von den USA und Russland © imago images/Christian Ohde
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