Serbien

Eiertanz zwischen Russland und der EU

Serbien vermeidet eine klare Position für Russland oder für die EU einzunehmen: Das Land möchte der EU beitreten, will sich aber nicht an Sanktionen gegen das Putin-Regime beteiligen und hat gerade einen neuen Gasliefervertrag mit Russland abgeschlossen.

Serbiens Präsident Aleksandar Vucic. (Bild: IMAGO / Xinhua)
Serbiens Präsident Aleksandar Vucic | © IMAGO / Xinhua

Der Dichter Johann Wolfgang von Goethe beobachtete einst ein Mädchen, dass mit verbundenen Augen zwischen auf dem Boden liegenden Eiern umhertanzte und kein einziges Ei berührte. Diese Beobachtung fand er so erstaunlich, dass er sie aufschrieb. Die Redewendung "Einen Eiertanz aufführen" war geboren und beschreibt seitdem Situationen, in denen jemand sehr vorsichtig ist oder etwas vermeidet.

Einen besonderen Eiertanz führt Serbien auf. Das Land vermeidet es eine klare Position für Russland oder für die EU einzunehmen: Serbien möchte der EU beitreten, will sich aber nicht an Sanktionen gegen Russland beteiligen und hat gerade einen neuen Gasliefervertrag mit Russland abgeschlossen.

Über die Schaukelpolitik Serbiens sprechen wir mit Prof. Dr. Jan C. Behrends, Historiker und Osteuropaexperte vom Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam.

Serbiens Präsident Aleksandar Vucic. (Bild: IMAGO / Xinhua)
IMAGO / Xinhua
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