Berlin

Gesetzesentwurf sieht neue Regeln für Kleingartenkolonien vor

Für manche sind sie das eigene kleine Idyll und die grüne Lunge der Stadt. Für andere sind sie unerreichbarer Luxus oder auch verhindertes Bauland. Ob Kleingartenkolonien auch im Berlin des Jahres 2020 noch zeitgemäß sind, daran scheiden sich die Geister.

Eine Kleingartenanlage in Berlin © imago images/Arnulf Hettrich
Eine Kleingartenanlage in Berlin | © imago images/Arnulf Hettrich

Der Tagesspiegel berichtete über einen neuen Gesetzesentwurf, der den Laubenpiepern ökologische und organisatorische Regeln auferlegen will. Und die Kolonien sollen künftig öffentlich zugänglich sein.

Wie das die Kleingärtenbesitzer sehen, das erklärt Gabriele Gutzmann im Interview mit Volker Wieprecht. Sie ist erste Vorsitzende der Kleingartenkolonie am Stadtpark Wilmersdorf.

Eine Kleingartenanlage in Berlin © imago images/Arnulf Hettrich
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Gartenbauer begrüßen Kleingarten-Gesetz


Die Deutsche Gartenbau-Gesellschaft begrüßt das geplante Berliner Gesetz zum Erhalt von Kleingärten. SPD, Linke und Grüne im Abgeordnetenhaus wollen damit den privaten Wohnungsbau auf den Parzellen verhindern. Sie fordern die Kleingärtner im Gesetzentwurf aber auch dazu auf, ihre Anlagen neu zu strukturieren. Zum Beispiel sollen die Gemeinschaftsflächen größer werden.

Perspektivisch bräuchte das wachsende Berlin sogar noch mehr Kleingärten, sagte der Präsident der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft, Klaus Neumann. Er forderte, die Kleingärten auf einer Stufe mit dem Kita- oder Wohnungsbedarf zu sehen.