Der Benecke

Warum Giftfrösche sich nicht selbst vergiften

Bei einem Kontakt mit dem Nervengift Batrachotoxin ist der Satz "Schwamm drüber!" ziemlich unpassend. Das sieht wahrscheinlich nur der Baumsteigerfrosch anders. In den Hautdrüsen der bunten Amphibie sind durchschnittlich rund ein Milligramm Batrachotoxin enthalten, das reicht theoretisch aus um 10 bis 20 Menschen tödlich zu vergiften.

Goldbaumsteiger ©dpa/Paul Hobson
Goldbaumsteiger | © dpa/Paul Hobson

Der Frosch produziert das gefährliche Gift nicht selbst, sondern recycelt es aus gefressenen Insekten. Er kann andere damit vergiften, nicht aber sich selbst. Das klappt bei den kleinen Tieren anders als lange gedacht. Kalifornische Forscher fanden nun Hinweise darauf, dass die Frösche über einen „Giftschwamm“ verfügen, der die tödlichen Stoffe aufsaugt, bevor sie im Körper Schaden anrichten. Über diesen besonderen Schwamm kann uns Dr. Mark Benecke mehr erzählen.

Goldbaumsteiger ©dpa/Paul Hobson
dpa/Paul Hobson
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Zur Person

Dr. Mark Benecke

Kriminalbiologe & Forensiker

Podcast Der Benecke
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Mark Benecke kam 1970 im bayerischen Rosenheim zur Welt. Er studierte Biologie, Zoologie und Psychologie an der Universität in Köln und promovierte über genetische Fingerabdrücke. Danach ... [mehr]