Der Benecke

Forschende sagen nächste Designerdroge vorher

Ständig erscheinen auf dem Markt neue Drogen, die sich in ihrer Zusammensetzung unterscheiden. Dabei hinken staatliche Behörden den Drogenherstellern oft einen Schritt hinterher - denn nach dem Verbot ist vor dem Verbot.

Eine Analyse zeigte, dass von den 196 neuen Designer-Drogen, die seit der Entwicklung des Programms entdeckt wurden, mehr als 90 Prozent unter diesen Vorschlägen waren. Das heißt, das Programm kennt einen großen Teil der möglichen künftigen Legal Highs
Eine Analyse zeigte, dass von den 196 neuen Designer-Drogen, die seit der Entwicklung des Programms entdeckt wurden, mehr als 90 Prozent unter diesen Vorschlägen waren. Das heißt, das Programm kennt einen großen Teil der möglichen künftigen Legal Highs | © imago images/Panthermedia

Ist die eine Substanz aus dem Verkehr gezogen, kommt eine neue hinterher, die auch erst wieder entdeckt, analysiert und erneut verboten werden muss.

Kanadische Naturwissenschaftler entwickelten nun eine Software, die dieses Wettrennen beenden könnte. Mit Datenbanken trainierten sie eine Künstliche Intelligenz, die mit einer hohen Zuverlässigkeit die Zusammensetzung von neuen Drogen vorhersagen kann.

Wie genau die Entwicklung der Software ablief und was sie für die Zukunft der Chemie sonst noch bedeutet, erklärt der Herr der Fliegenpilze Dr. Mark Benecke.

Eine Analyse zeigte, dass von den 196 neuen Designer-Drogen, die seit der Entwicklung des Programms entdeckt wurden, mehr als 90 Prozent unter diesen Vorschlägen waren. Das heißt, das Programm kennt einen großen Teil der möglichen künftigen Legal Highs
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Zur Person

Dr. Mark Benecke

Kriminalbiologe & Forensiker

Podcast Der Benecke
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Mark Benecke kam 1970 im bayerischen Rosenheim zur Welt. Er studierte Biologie, Zoologie und Psychologie an der Universität in Köln und promovierte über genetische Fingerabdrücke. Danach ... [mehr]