Wissenschaft

Wie sich 100 Lungenärzte verrechneten

Im Januar gab es eine Hoffnung für die deutschen Autoliebhaber. Über 100 Lungenärzte versammelten sich hinter Prof. Dr. med. Dieter Köhler und seiner Stellungnahme, die die Sinnhaftigkeit von Grenzwerten bezweifelte.

Der Lungenarzt Dieter Köhler ist am 27.01.2019 zu Gast in einer Talkshow © imago/Jürgen Heinrich
Der Lungenarzt Dieter Köhler ist am 27.01.2019 zu Gast in einer Talkshow | © imago/Jürgen Heinrich

Sein zentrales Argument: Feinstaub, wenn er denn so schädlich wäre, wie dargestellt, müsste er so schädlich sein wie Zigarettenrauch. Um zu beweisen, dass dem gar nicht so sein kann, stellte er ein simples Rechenbeispiel an, in dem jetzt die "taz" gravierende Fehler fand. Nicht nur, dass sein Vergleich ohnehin hinke, stellten die Kollegen fest, dass sich der Arzt auf völlig falsche Werte stützte.

Wie das passieren konnte und warum das nur die Kirsche auf der Sahne dieser Diskussion ist, erklärt Dr. Kai-Michael Beeh, Lungenfacharzt und Autor von "Die atemberaubende Welt der Lunge" im Gespräch mit Katja Weber. Er leitet das Institut für Atemwegsforschung (INSAF) in Wiesbaden.

Der Lungenarzt Dieter Köhler ist am 27.01.2019 zu Gast in einer Talkshow © imago/Jürgen Heinrich
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