Planetenforschung

Mission EnVision: Auch die ESA will wieder zur Venus

„Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel.“ Das ist ein alter Merksatz aus der Astronomie, mit dem sich jeder die acht Planeten unseres Sonnensystems merken kann: Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Daran sieht man bereits, dass Venus und Mars die nächsten Planeten für unsere Erde sind.

Venus © IMAGO / Cover-Images
Venus | © IMAGO / Cover-Images

Aber obwohl die Venus mit 38 Millionen Kilometern Entfernung deutlich näher dran liegt als der Mars, haben wir in der vergangenen Zeit vor allem von Mars-Missionen gehört. Das soll sich ändern. Die NASA plant ab 2028 zwei neue unbemannte Missionen zur Venus, um herauszufinden, warum die Venus mit Temperaturen um die 500 Grad unbewohnbar wurde.

Mit beteiligt ist auch die Europäische Raumfahrtbehörde ESA, die eine Sonde zur Venus schicken wird, die den Planeten ab 2032 erkunden soll. Das hat der Planetengeologe Ulrich Köhler vom Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt auf radioeins im Interview mit Stephan Karkowsky bestätigt. Die Sonde soll die Oberfläche nach der Mineralogie kartierten, um ein ganzheitliches Bild von der Venus liefern.

Venus © IMAGO / Cover-Images
IMAGO / Cover-Images
Download (mp3, 7 MB)