Tiergifte

Spinnen können Menschenleben retten

Will Smith sorgte Anfang der Woche durch seine Ohrfeige bei den Oscars für Schlagzeilen. Eine seiner Paraderollen ist jedoch eigentlich die in dem Film "Sieben Leben", an dessen Ende er Suizid begeht, indem er sich in eine Badewanne legt – gemeinsam mit einer Seewespe, einem der giftigsten Tiere der Welt. Das Nesseltier zählt zu den rund 200.000 Tierarten weltweit, die als giftig gelten.

Eine Spinne an einem Spinnenetz © imago images/Ikon Images
Eine Spinne an einem Spinnenetz | © imago images/Ikon Images

Schätzungen gehen davon aus, dass in den Giftdrüsen all dieser Tiere bis zu 20 Millionen verschiedene Moleküle produziert werden. Und gerade mal 16.000 davon sind bisher genauer untersucht, also 0,08 Prozent. Dabei kann man aus Tiergift wertvolle Medizin herstellen, die Krankheiten heilen oder lindern könnte.

Über dieses noch weitgehend unerschlossene Forschungsfeld sprechen wir mit dem Biochemiker Dr. Tim Lüddecke. Er ist Leiter der Arbeitsgruppe "Animal Venomics" am Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie in Gießen und untersucht Tiergifte, speziell das Gift von Spinnen.

Eine Spinne an einem Spinnenetz © imago images/Ikon Images
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