Sa 04.09.
2021
11:40

Hintergrund zum Buch

Psychologie als Instrument der SED-Diktatur

In der Geschichte gab es immer wieder Fälle, in den Psycholog*innen an staatlichen Unrecht beteiligt waren. Ein prominentes Beispiel sind die Folterungen von Terrorverdächtigen in den USA, bei denen die Expertise von Psycholog*innen zum Einsatz kam.

Psychologie als Instrument der SED-Diktatur - herausgegeben von Andreas Maercker und Jens Gieseke © hogrefe
Psychologie als Instrument der SED-Diktatur - herausgegeben von Andreas Maercker und Jens Gieseke | © hogrefe

Auch in der deutschen Vergangenheit finden sich solche Beispiele. Das zeigt unter anderem die Untersuchung der Deutschen Gesellschaft für Psychologie aus dem Jahr 2017. Diese hat die Rolle der Psychologie in der DDR beleuchtet. Aus den Ergebnissen ist das Buch "Psychologie als Instrument der SED-Diktatur" entstanden.

Aufgezeigt wird unter anderem, wie psychologisches Wissen durch das Ministerium für Staatssicherheit genutzt wurde und auch in welchem Maße Psycholog*innen an den Unterdrückungs- und Gewaltmaßnahmen in der DDR beteiligt waren.

Daran mit geforscht hat auch der SED-Experte Dr. Jens Gieseke vom Leibniz-Zentrum für zeithistorische Forschung. Stephan Karkowsky spricht mit ihm darüber.