Wissenschaft

Post aus der Vergangenheit

Rund drei Millionen Schriftstücke von europäischen Schiffen aus mehreren Jahrhunderten lagern im Londoner Nationalarchiv, zum Teil ungeöffnet. Es handelt sich dabei um sogenannte Prisenpapiere aus dem 17. bis 19. Jahrhundert: Briefe, Tagebücher, Noten, Logbücher und andere Schriften, die sich an Bord von durch die britische Marine gekaperten feindlichen Schiffen befanden und damit in das Eigentum der Briten übergegangen sind.

Das Gemälde von Charles Brooking (1723-1759) zeigt Segelschiffe auf dem Meer © imago/alimdi
Das Gemälde von Charles Brooking (1723-1759) zeigt Segelschiffe auf dem Meer | © imago/alimdi

Das Projekt "Prize Papers" widmet sich nun erstmals der Sichtung und Digitalisierung dieser Unterlagen. Sie geben Aufschluss über die damalige Lebensrealität, nicht nur von Marineangehörigen sondern auch von der Bevölkerung, die über den Seeweg migrierte oder in europäischen Kolonien lebte.

Über die Post aus der Vergangenheit sprach Stephan Karkowsky mit der Historikerin Prof. Dr. Dagmar Freist. Sie ist die Projektleiterin von "Prize Papers" und erläutert, warum diese Sammlung einmalig ist.