Wissenschaft

Lange Elternzeit bei Frauen bevorzugt

Bisher ist man in der Sozialforschung davon ausgegangen, dass Frauen schlechtere Karrierechancen haben, da sie, wenn sie Mutter werden, eine nicht unerhebliche Zeit vom Arbeitsmarkt ausscheiden.

Ein Säugling bekommt eine Jacke angezogen © imago/photothek
Ein Säugling bekommt eine Jacke angezogen | © imago/photothek

Vor allem die Rückkehr in die Arbeitswelt nach langen Erziehungspausen ist besonders schwierig. Doch Untersuchungen des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) haben jetzt gezeigt, dass Frauen die zwölf Monate Erziehungszeit anstatt nur zwei nehmen, bei Bewerbungen bevorzugt werden. Bei den Männern war dies in der Erhebung überraschenderweise für den Erfolg bei Bewerbungen völlig unerheblich, wie lange sie Erziehungszeit in Anspruch nahmen.

Warum das so ist und welche Erkenntnisse man aus diesen Ergebnissen ziehen kann, darüber spricht Stephan Karkowsky mit der Autorin der Studie, Prof. Dr. Lena Hipp.

Ein Säugling bekommt eine Jacke angezogen © imago/photothek
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