Wissenschaft

Kritik am "Institut für gesellschaftlichen Zusammenhalt"

Am 1. Juni nahm das neu gegründete Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) seine Arbeit auf. Dabei handelt es sich um eine Kooperation von elf Wissenschaftsstandorten in Ost- und Westdeutschland, die in 83 Projekten Lösungen zur Stärkung einer zunehmend gespaltenen Gesellschaft erarbeiten sollen.

Menschen in einer Einkaufsstraße © imago/Future Image
Das Institut soll mit praxisrelevanten Vorschlägen dazu beitragen, gesellschaftlichen Herausforderungen zu begegnen. Dafür wird es sich mit aktuellen für den Zusammenhalt der Gesellschaft relevanten Entwicklungen und ihren historischen Wurzeln auseinandersetzen | © imago/Future Image

Über einen Zeitraum von fünf Jahren werden sie mit insgesamt 40 Millionen Euro finanziert. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek erhofft sich "noch tiefere Erkenntnisse" und "konkrete Lösungsvorschläge, wie wir [den] Zusammenhalt stärken können."

Prof. Dr. Hans Vorländer, Direktor am Zentrum für Verfassungs- und Demokratieforschung der TU Dresden, sieht wenig Potential in dem Zusammenschluss. Er sagt: "Das Institut ist ein Spiegelbild der Ratlosigkeit der Politik, die nicht weiß, wie sie mit den aktuellen gesellschaftlichen Verwerfungen umgehen soll."

Stephan Karkowsky spricht mit dem Politikwissenschaftler Hans Vorländer darüber.

Menschen in einer Einkaufsstraße © imago/Future Image
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