Wissenschaft

Homosexuelle im Nationalsozialismus

Nach jahrzehntelanger Stigmatisierung und Tabuisierung von homosexuellen Männern im Nationalsozialismus und darüber hinaus, rückt die Aufarbeitung der Homosexuellenverfolgung ab den 1990er Jahren immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit.

"Aus dem Volkskörper entfernt?" (Buchcover) und Autor Alexander Zinn © Campus Verlag/Clemens Glade
"Aus dem Volkskörper entfernt?" (Buchcover) und Autor Alexander Zinn | © Campus Verlag/Clemens Glade

Auch wenn die Forschung mittlerweile einen Großteil an Detail- sowie Regionalstudien durchgeführt hat, welche einen guten Überblick über die Situation in den Großstädten geben, gibt es dennoch viele offene Fragen zum Alltag der Homosexuellen in den 1930er Jahren sowie deren Verfolgung im Nationalsozialismus. Aus diesem Grund beschäftigte sich unser Gast in seiner Dissertation mit der Frage des Alltags von homosexuellen Männern und stellte fest, dass die bisherige opferzentrierte Forschung einer Fehleinschätzung aufsaß. Denn Homosexuelle Männer lebten unter dem NS-Regime nicht immer in Angst, sondern wurden teilweise auch von ihren Mitbürgern beschützt.

Darüber spricht Stephan Karkowsky mit Alexander Zinn. Er ist Historiker und Soziologe an der Universität Erfurt.

"Aus dem Volkskörper entfernt?" (Buchcover) und Autor Alexander Zinn © Campus Verlag/Clemens Glade
Campus Verlag/Clemens Glade
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Infos zum Buch:
"Aus dem Volkskörper entfernt? Homosexuelle Männer im Nationalsozialismus" von Alexander Zinn. Campus Verlag. 695 Seiten.

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