Wissenschaft

Genderlinguistik

Die Leistungen von Sprache sind dank umfangreicher Forschung heute unbestritten. Die Wahl der Sprache gehört zur Botschaft, sie gibt Auskunft über die Motivation der sprechenden Person und zeugt unweigerlich von seinem Weltbild. Daher gibt es auch immer wieder Sprachkritik.

Begirffe im Duden: Gendersternachen, Gendernsprache.
Begirffe im Duden: Gendersternachen, Gendernsprache. | © IMAGO / Arnulf Hettrich

Die feministische Sprachkritik versucht durch Gendern einschränkende sprachliche Strukturen zu überwinden. Ihre Gegner*innen sehen einen unzulässigen Eingriff in unsere Sprache und fühlen sich bevormundet. Unterschiedliche linguistische Forschungsstandpunkte und verschiedene Wertvorstellungen der Sprachgemeinschaft befeuern die hitzige Diskussion immer wieder aufs Neue.

Prof. Dr. Carolin Müller-Spitzer ist Leiterin des Projekts "Empirische Genderlinguistik" am Leibniz Institut für Deutsche Sprache und meint, dass die verführerisch einfachen Argumente gegen das Gendern eine völlig falsche Vorstellung davon vermittelt, was Grammatik überhaupt ist.

Begirffe im Duden: Gendersternachen, Gendernsprache.
IMAGO / Arnulf Hettrich
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