Entwicklungspsychologie

Wie gut sind Kinder darin, Pflanzen zu erkennen?

Kleinkinder haben schon sehr früh ein konzeptionelles Verständnis davon, was eine Pflanze ist und können diese voneinander unterscheiden. Das testen Forscher im sogenannten Babylab des Berliner Max-Planck-Instituts. Und vermuten hinter dieser besonderen menschlichen Fähigkeit einen wichtigen Baustein unserer Evolution.

Ein Kind hält eine Pflanze in der Hand
Ein Kind hält eine Pflanze in der Hand | © IMAGO / YAY Images

Wenn wir in den Supermarkt gehen, müssen wir uns keine Gedanken darüber machen, welche Pflanzen essbar sind und welche nicht. Diese Entscheidung wurde schon für uns getroffen. Das war nicht immer so – für den Großteil unserer Evolution haben wir Menschen in der Natur gelebt und mussten so früh wie möglich lernen, welche Pflanzen nahrhaft sind und welche gefährlich. Die Fähigkeit, Pflanzen voneinander zu unterscheiden hat über Leben und Tod bestimmt.

Die Entwicklungspsychologin Stella Gerdemann hat sich in einer Reihe von Studien angeschaut, wie Kleinkinder Pflanzen voneinander unterscheiden und ob sich diese Mechanismen von anderen, menschengemachten Gegenständen unterscheiden.

Das Ergebnis: Kleinkinder sind besonders gut darin, Pflanzen voneinander zu unterscheiden. Unsere lange Evolution im Einklang mit der Natur hat also wohl Spuren in unserem Gehirn hinterlassen und dort das richtige Werkzeug hinterlegt, um in der Natur zu überleben.

Stephan Karkowsky spricht mit der Entwicklungspsychologin Stella Gerdemann.

Ein Kind hält eine Pflanze in der Hand
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