Soft Power statt Hard Power

Die Überlegenheit der Diplomatie im politischen Handeln

Vergangene Woche kündigte US-Präsident Donald Trump überraschend an, die Unterstützung der WHO zu beenden. Er wirft der Organisation eine chinafreundliche Gesinnung und versäumtes Handeln vor. Die Konsequenz sei ein sofortiger Zahlungsstopp. Statt auf Verhandlung setzt Trump in seiner Außenpolitik zunehmend auf militärische Gewalt und Wirtschaftssanktionen als Mittel der Konfliktlösung.

US-Präsident Donald Trump gibt am 01.06.2020 eine Pressekonferenz in Washington © imago images/UPI Photo
US-Präsident Donald Trump gibt am 01.06.2020 eine Pressekonferenz in Washington | © imago images/UPI Photo

"Hard Power" wird das in der Fachsprache genannt. Demgegenüber stehen Diplomatie und Solidarität als Teil einer "Soft Power"-Politik, mit der Staaten wie Deutschland oder Frankreich vorrangig agieren. Der Politikwissenschaftler Dr. Hendrik W. Ohnesorge vom Center for Global Studies (CGS) der Universität Bonn hat in seiner Dissertation untersucht, wie Soft Power als strategisches Mittel zur Erreichung eigener Ziele im globalen Wettkampf um Macht und Einfluss eingesetzt wird.

Darüber spricht Stephan Karkowsky mit Hendrik W. Ohnesorge.

US-Präsident Donald Trump gibt am 01.06.2020 eine Pressekonferenz in Washington © imago images/UPI Photo
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