Sa 27.11.
2021
10:10

Wissenschaft

Der Wattwurm als Hoffnungsträger für die Blutspende

Für die Versorgung aller Patient*innen werden deutschlandweit circa 14.000 Blutspenden pro Tag benötigt. Doch die Zahl der Spender*innen ist seit einigen Jahren rückläufig.

Wattwurm © imago images/Schöning
Wattwurm | © imago images/Schöning

Wurden im Jahr 2011 noch 95 Spenden pro 1.000 Einwohner*innen registriert, waren es 2019 lediglich 79 – ein Rückgang um 16,8 Prozent. Neben Maßnahmen zur Erhöhung der Spendenbereitschaft wird auch seit Jahrzehnten fieberhaften nach Blutersatzstoffen gesucht. Einen besonders vielversprechenden Ansatz lieferte dabei ein französischer Meeresbiologe. Er entdeckte vor gut 25 Jahren das unglaubliche Potential des Wattwurms, der dank seiner hohen Sauerstoffsättigung im Blut bis zu sechs Stunden ohne Luft auskommt.

Ergo: Zum Überleben benötigt der Wurm viel weniger Blut als wir Menschen. Könnte man dieses Blut nutzen, wäre das ein Durchbruch in der Wissenschaft und die Rettung der mangelnden Blutspenden.

Zum aktuellen Forschungsstand spricht Stephan Karkowsky mit Dr. med. Johannes Fischer, Leiter der Transfusionsmedizin an der Düsseldorfer Uniklinik.

Wattwurm © imago images/Schöning
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