Wissenschaft

Atomkraftwerke im Krieg: Sorge um Saporischschja

Europas größtes Atomkraftwerk steht im Südosten der Ukraine. Das Kraftwerk Saporischschja wurde schon Anfang März von der russischen Armee besetzt und jetzt bei Gefechten immer wieder beschossen. Moskau und Kiew geben sich dafür gegenseitig die Schuld. Die Sorge wächst, dass das Kraftwerk nicht mehr kontrolliert werden kann und die Stromversorgung zerstört wird. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) warnt vor einer "nuklearen Katastrophe".

Kernkraftwerk Saporischschja aufgenommen durch einen Stacheldrahtzaun
Kernkraftwerk Saporischschja aufgenommen durch einen Stacheldrahtzaun | © IMAGO / Ukrinform

Wissenschaftler*innen am Institut für Sicherheits- und Risikowissenschaften der Universität für Bodenkultur Wien simulieren in einem aktuellen Forschungsprojekt gemeinsam mit dem österreichischen Bundesheer mögliche Unfallszenarien an den ukrainischen AKWs.

Welche Szenarien möglich wären und welche Folge sie haben könnten, besprechen wir mit dem Risikowissenschaftler Dr. Nikolaus Müllner, der an dem Projekt mitarbeitet.

Kernkraftwerk Saporischschja aufgenommen durch einen Stacheldrahtzaun
IMAGO / Ukrinform
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