Medizin

Alternative Nahrungsquellen für Krebszellen

Krebszellen sind sehr widerstandsfähig. In kargen, meist schlecht durchbluteten und somit Nährstoffarmen Tumorumgebung können sie im Körper trotzdem überleben und wachsen. Das gelingt nur, da die Zellen bei akuten Hungerzuständen sich auf andere Nahrungsquellen umstellen können.

Mikroskopie von Gewebeschnitten zur Analyse von Krebszellen (Symbolbild) © imago/imagebroker
Mikroskopie von Gewebeschnitten zur Analyse von Krebszellen | © imago/imagebroker

Statt wie sonst von Aminosäuren, ernähren sich die Krebszellen in diesem Zustand von Proteinen. Wie die Stoffwechselanpassung vonstattengeht war bisher nur unzureichend erforscht.

Ein Team des Deutschen Krebsforschungszentrums und des Forschungsinstituts für molekulare Pathologie aus Wien konnte nun ein bisher unbekanntes Gen entdecken, das für die Nahrungsumstellung verantwortlich ist und so das Überleben der Krebszellen auch bei einem Nährstoffmangel ermöglicht.

Wir sprechen darüber mit Dr. Wilhelm Palm, Biochemiker und Juniorgruppenleiter im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), der eine unabhängige Forschungsgruppe leitet.

Mikroskopie von Gewebeschnitten zur Analyse von Krebszellen (Symbolbild) © imago/imagebroker
imago/imagebroker
Download (mp3, 7 MB)