Wissenschaft

Alkoholbedingte Immunreaktion im Gehirn erhöht das Suchtrisiko

Obwohl Alkohol keine stark belohnenden Effekte auf das Gehirn hat, wie etwa Opiate, kann der regelmäßige Konsum das Suchtrisiko erhöhen. Das liegt an bestimmten Abwehrzellen des Gehirns, die sogenannten „Mikroglia“, die dabei aktiviert werden.

Alkohol-Sucht in Familien, Symbolbildimago © images / photothek
Alkohol-Sucht in Familien, Symbolbild | © imago images / photothek

Wie sie die Hirnstruktur so verändern, dass auch die Signalübertragung und die Kommunikationsprozesse im Gehirn davon beeinflusst werden und ein Suchtrisiko entstehen kann, erklärt uns Prof. Dr. Wolfgang Sommer. Er ist stellvertretender wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Psychopharmakologie am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim und hat die Studie geleitet.

Alkohol-Sucht in Familien, Symbolbildimago © images / photothek
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Originalveröffentlichung:
"Chronic alcohol consumption alters extracellular space geometry and transmitter diffusion in the brain", Science Advances. 2020. DOI: 10.1126/sciadv.aba0154 [1]