Wissenschaft

Die „Madgermanes“ von Mosambik

Historiker*innen beschäftigen sich mit der Vergangenheit, Visual Historians mit Bildquellen und Zeithistoriker*innen mit der jüngsten Vergangenheit. Klingt logisch und unproblematisch, doch gerade hier entstehen im Umgang mit Fotografien von noch lebenden Zeitzeug*innen öfter als gedacht ethisch-moralische Herausforderungen.

Ehemalige mosambikanische DDR-Gastarbeiter (Madgermanes) protestieren in Maputo | Archivfoto von 2003 © IMAGO / Friedrich Stark
Ehemalige mosambikanische DDR-Gastarbeiter (Madgermanes) protestieren in Maputo | Archivfoto | © IMAGO / Friedrich Stark

Davon berichtet uns die Historikerin Christine Bartlitz vom Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam im Zusammenhang mit mosambikanischen Vertragsarbeiter*innen aus der DDR, sogenannte „Madgermanes“. Mehr als 17.000 Mosambikaner*innen kamen zwischen 1979 und 1989 in die DDR und wurden zum Teil als billige Arbeitskräfte ausgenutzt und um Lohn und Sozialleistungen betrogen. In einem offenen Brief an die Bundesregierung unterstützen rund 100 Historiker*innen die Forderungen des sog. Magdeburger Memorandum und damit die Mosambikaner*innen, die noch immer wöchentlich für ihre Rechte protestieren.

Ehemalige mosambikanische DDR-Gastarbeiter (Madgermanes) protestieren in Maputo | Archivfoto von 2003 © IMAGO / Friedrich Stark
IMAGO / Friedrich Stark
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