Verbrauchertipp

Mehr Rechte für Telefon- und Internet-User

Die Bundesnetzagentur in Bonn stärkt die Rechte von Telefon- und Internet-Verbraucher*innen. Durch das neue Telekommunikationsgesetz wird es zukünftig generell einfacher, Mobilfunk- und Internet-Verträge zu kündigen. Zudem können Verbraucher*innen Geld zurück verlangen, wenn bestimmte vertraglich festgelegte Leistungen nicht geliefert werden.

Ein Mann mit seinem Smartphone © imago images/Westend61
Ein Mann mit seinem Smartphone | © imago images/Westend61

Telefon und Internet, zwei zuverlässige Quellen für Ärger. Mobilfunk-Verträge laufen ewig, beim Surfen nerven die ständigen Cookie-Abfragen. Und in die Königsklasse der Nerverei gehört der langsame Internetanschluss, der jede Online-Aktion zu einem Geduldsspiel macht, manchmal funktioniert er auch einfach gar nicht.

Seit dem ersten Dezember gilt das modernisierte Telekommonikationsgesetz, und das wartet mit einigen erfreulichen Verbesserungen für die gerade genannten Fälle auf.

So müssen Mobilfunkanbieter auch Ein-Jahres-Verträge anbieten. Bislang waren es oft mindestens zwei Jahre Vertragslaufzeit. Wenn diese erste Frist rum ist, können Handy- und Internetverträge jetzt außerdem jeden Monat gekündigt werden.

Neu ist auch, dass Kund*innen nur noch für die Internetgeschwindigkeit zahlen müssen, die sie auch tatsächlich erhalten. Wenn das Internet langsamer ist, als im Vertrag steht, gibt es ein Sonderkündigungsrecht oder die Möglichkeit, weniger zu zahlen.

Mehr dazu von Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur von Finanztip.de.

Ein Mann mit seinem Smartphone © imago images/Westend61
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