Rad'n'Roll

Wirbel auf dem Leihradmarkt - Anbieter Obike abgetaucht

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Der Fahrrad-Verleiher Obike ist pleite. Daher stellt sich die Frage: wer entsorgt die silber-gelben Räder, die überall in Berlin herumstehen?

Rund 10.000 Leihfahrräder des Anbieters Obike stehen in einer Lagerhalle © dpa/Daniel Bockwoldt
Rund 10.000 Leihfahrräder des Anbieters Obike stehen in einer Lagerhalle | © dpa/Daniel Bockwoldt

Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop zeigt sich offen für eine stärkere Regulierung des Leihfahrrad-Marktes. Hintergund ist die Pleite des Anbieters Obike aus Singapur, der hunderte Leihräder in mehreren deutschen Großstädten zurücklässt. 

Auf Berlins Straßen tobe derzeit ein Preiskampf der Leihfahrrad-Anbieter, sagte Pop auf Nachfrage des rbb. Die Stadt werde von den Miet-Velos regelrecht überschwemmt, so die Grünen-Politikerin. Und es sei nicht in Ordnung, wenn nach der Pleite eines Anbieters die Stadt Berlin die Räder auf eigene Kosten entsorgen muss: Das sollte aus der Insolvenzmasse des Unternehmens bezahlt werden, so Pop.  

Im aktuellen Fall also von Obike. Doch die Firma mit Sitz in Singapur ist seit Tagen nicht erreichbar. Außer in Berlin stehen auch in München, Frankfurt am Main und Hannover zum Teil mehr als 1.000 silber-gelbe Fahrräder herum. Da die App nicht mehr funktioniert, sind die Räder nicht mehr zu orten und wer sie einsammeln soll ist unklar.

radioeins-Fahrradexperte Henrik Barth berichtet darüber.

Rund 10.000 Leihfahrräder des Anbieters Obike stehen in einer Lagerhalle © dpa/Daniel Bockwoldt
dpa/Daniel Bockwoldt
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