Di 15.10. 08:38
Der schöne Morgen

Rad'n'Roll

CycleHack Berlin

die Fahrradexperten auf radioeins

Am vergangenen Wochenende wurden auf beim CycleHack Berlin Ideen und Prototypen entwickelt, um die alltäglichen Hindernisse abzubauen, die Menschen vom Radfahren abhalten.

CycleHack Berlin © Matthias Grytzka
CycleHack Berlin | © Matthias Grytzka

48 Stunden lang haben am vergangenen Wochenende Fahrradbegeisterte schnelle Lösungen gesucht, um Radfahren in Berlin besser und sicherer zu machen. Das Ganze nennt sich CycleHack und wird weltweit in 30 Städten organisiert. Im letzten Jahr wurde z.B. an einer grünen Welle für Radfahrer gewerkelt und ein mobiles Messgerät für die Feinstaub-Belastung entwickelt, das jeder Radfahrer im Rucksack dabei haben kann.

In diesem Jahr sind vor allem Programmierer in das Motionlab Berlin in der Bouchestr. 12 in Berlin-Kreuzberg gekommen und radioeins-Fahrrad-Reporter Henrik Barth war dabei.

CycleHack Berlin © Matthias Grytzka
Matthias Grytzka
Download (mp3, 4 MB)

   

Was wurde in diesem Jahr entwickelt?


Diesmal lag der Schwerpunkt auf digitalen Lösungen also Apps, weil vor allem Programmierer teilgenommen haben. Deshalb gleich am Anfang von mir die Anregung - am besten den Cyclehack-Newsletter abonnieren und beim nächsten Mal in Berlin einfach mitmachen, egal ob als Fahrradschrauber, Designerin oder einfach nur Fahrradbegeisterter. Der Cyclehack findet in tollen Locations statt, kostet nix und man kreist ein Wochenende gemeinsam um sein Lieblingsthema.

Eine willkommene Abwechslung auch für den Programmierer Stefan Grähnitz, der normalerweise im stillen Kämmerlein rumfrickelt. Und eine Frage bzw. ein Problem, was ihm zusammen mit dem Software-Entwickler Stefan Lindauer auf den Nägeln brannte war, wie man die Critical Mass, eine Fahrrad-Demo die jeden letzten Freitag im Monat mehr Platz für Radfahrer im Straßenverkehr einfordert, besser koordinieren kann.

Sie haben die App "Critical Maps" entwickelt, die zeigt, wo die Fahrrad-Demo gerade unterwegs ist. Dann können auch Menschen später dazustoßen. Ein schöner optischer Nebeneffekt ist das Tool "Critical Snake", damit kann ich auch am Tag danach sehen, wo die Critical Mass überall unterwegs war und sich wie eine Schlange durch die Straßen schlängelt.

Wie werden die Ideen entwickelt?


Im Grunde haben die Teilnehmer meist schon eine Idee, wie bei den Critical Maps, oder sie wollen ein Modell auf Berlin übertragen. So auch bei der „Cycling Stress Map“ aus dem kanadischen Ottawa, die zeigt, wie fahrradfreundlich die Stadt ist.

Die Projekte sind angeschoben – wie geht’s weiter?


Damit wir die irgendwann auf dem Handy im Alltag nutzen können müssen Freiwillige weiter daran rumschrauben, wie auch im Fall der Open Street Map. Quasi so eine Art Wikipedia für Karten, an dem jeder mitarbeiten kann. Das ist ungeheuer wichtig, denn so Projekte wie beim Cyclehack nutzen Open-Street-Map, für google maps müssten sie bezahlen. Die Cyclehacker können zumindest ihre Projekte auf der nächsten Fahrradmesse Velo in Berlin vorstellen – Ulrike Saade von der Velo hat sie dazu eingeladen.

Fragen, Vorschläge, Radschläge bitte an rad@radioeins.de...