Fr 03.01. 08:09
Der schöne Morgen

Kommentar von Sabine Rennefanz

SPD strebt "Windbürgergeld" an

Um die Akzeptanz für neue Windkraftanlagen zu erhöhen, hat der Vize-Fraktionschef der SPD-Bundestagsfraktion, Matthias Miersch, ein sogenanntes Windbürgergeld vorgeschlagen. Bürger, die Windräder in ihrer Nachbarschaft akzeptierten, sollten finanziell belohnt werden.

Windräder stehen auf einem Feld in Brandenburg © imago/PEMAX
Windräder stehen auf einem Feld in Brandenburg © imago/PEMAX | © imago/PEMAX

Mit neuen Ideen will die SPD den Stillstand beim Ausbau der Windenergie überwinden. SPD-Fraktionsvize Matthias Miersch sagte im rbb, dass man dazu ein "Windbürgergeld" vorbereite. Damit sollen diejenigen belohnt werden, die Windräder in ihrer Nachbarschaft akzeptieren. 

Eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe prüft demnach mehrere Konzepte, um die Akzeptanz von Windrädern zu erhöhen. Laut Miersch will die SPD aber auch die Möglichkeiten einschränken, Windanlagen juristisch zu verhindern. Ein Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland auch an Land sei wichtig, um die Klimaziele zu erreichen und den Kohleausstieg zu schaffen, so Miersch.

Die Bundesregierung will den Anteil erneuerbarer Energien am Strom bis 2030 auf 65 Prozent zu erhöhen - zur Zeit liegt er bei etwa 45 Prozent.

Windrad-Prämie: Ist das sinnvoll? Ein Kommentar von Sabine Rennefanz von der Berliner Zeitung.