Kommentar von Sabine Rennefanz

SPD-Fraktionschef Saleh mit schwachem Ergebnis wiedergewählt

Der Fraktionschef der SPD im Berliner Abgeordnetenhaus, Raed Saleh, hat bei seiner Wiederwahl einen Dämpfer erlitten. 25 der 38 SPD-Abgeordneten votierten am Nachmittag für Saleh. Acht Parlamentarier stimmten gegen ihn. Fünf enthielten sich. Die  Zustimmung lag damit bei knapp 66 Prozent. Vor zweieinhalb Jahren lag sie noch bei 92 Prozent.

Raed Saleh, SPD-Fraktionsvorsitzender im Abgeordnetenhaus von Berlin © dpa/Christoph Soeder
Raed Saleh, SPD-Fraktionsvorsitzender im Abgeordnetenhaus von Berlin | © dpa/Christoph Soeder

Die SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus hat ihren Vorsitzenden Raed Saleh im Amt bestätigt. Saleh erhielt allerdings nur  66 Prozent der Stimmen. Bei der letzten Wahl vor zweieinhalb Jahren waren es noch 92 Prozent.

Die Fraktion ist sich in ihrer Unterstützung für Saleh uneins. 14 der 38 SPD-Abgeordneten hatten Arbeit und Führungsstil ihres Vorsitzenden vor anderthalb Jahren in einem Brandbrief kritisiert. Sie warfen Saleh unter anderem fehlende Diskussionskultur, schlechte Erreichbarkeit und mangelnde Zusammenarbeit mit dem rot-rot-grünen Senat vor.

Saleh selbst sprach nach seiner Wiederwahl von einem ehrlichen Ergebnis. Er sei dankbar für das Vertrauen der Fraktion.

Ist jetzt alles gut für Saleh? Der Kommentar dazu von Sabine Rennefanz, Redakteurin bei der Berliner Zeitung.

Raed Saleh, SPD-Fraktionsvorsitzender im Abgeordnetenhaus von Berlin © dpa/Christoph Soeder
dpa/Christoph Soeder
Download (mp3, 5 MB)