Kommentar von Sabine Rennefanz

S-Bahn soll bei Verspätungen nicht mehr überall halten

Die Berliner S-Bahn will pünktlicher werden und plant dafür unter anderem in Zukunft verspätete Züge an kleineren Bahnhöfen durchfahren zu lassen.

Das Logo der "S-Bahn Berlin" an einem Zug © dpa/Britta Pedersen
Das Logo der "S-Bahn Berlin" an einem Zug | © dpa/Britta Pedersen

Stellen Sie sich einmal folgende Situation vor: Sie sitzen morgens in der Bahn, die ist schon verspätet, und an Ihrer Haltestelle fährt sie einfach vorbei ohne anzuhalten. Die Begründung: Schließlich müsse die Verspätung aufgeholt werden. Sie müssen dann aussteigen an der nächsten Station und wieder zurückfahren. Genau das könnte Ihnen bald in der Ringbahn passieren.

Um pünktlicher zu werden sind bei der Berliner S-Bahn eine Reihe von Maßnahmen geplant. Unter anderem sollen verspätete Züge an einigen Stationen auf der Ringbahn ohne Halt durchfahren. Damit soll verhindert werden, dass übervolle Züge an jeder Station halten müssen und Verspätungen dadurch immer größer werden. 

Dieser Plan ist Teil einer Qualitätsoffensive, die die S-Bahn nächste Woche vorstellen will. Außerdem sollen bei mehr Bahnen die Türen an den Bahnhöfen automatisch öffnen, damit es schneller geht.

Rauscht die S-Bahn jetzt vollkommen an den Bedürfnissen ihrer Kunden vorbei? Der Kommentar von Sabine Rennefanz, Redakteurin bei der Berliner Zeitung.

Das Logo der "S-Bahn Berlin" an einem Zug © dpa/Britta Pedersen
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