Kommentar von Markus Feldenkirchen

Historische Chance für die Einführung einer globalen Mindeststeuer

Die neue US-Regierung hat einen Stein ins Rollen gebracht. US-Finanzministerin Janet Yellen macht sich für eine globale Mindeststeuer stark, die international tätige Unternehmen zahlen sollen. Das fordert die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) schon lange - scheiterte bisher aber am Widerstand der USA.

Markus Feldenkirchen
Markus Feldenkirchen | © Maurice Weiss

Auf der Agenda der Finanzminister der G20 Staaten steht auch das Thema Mindeststeuer für international arbeitende Unternehmen. Bis Mitte des Jahres will man sich darüber politisch ebenso verständigen wie über eine einheitliche neue Digitalsteuer.

Die Idee einer globalen Mindeststeuer für international tätige Konzerne existiert schon lange. Neu ist, dass die USA sich dafür jetzt stark machen. Unter Trump wäre das unvorstellbar gewesen.

Die Idee dahinter ist simple: Es handelt sich um eine Vereinbarung, dass alle Gewinne auf der Welt mit einem Mindeststeuersatz besteuert werden. 21 Prozent sind im Gespräch. Das würde dann auch z.B. für Auslandstöchter amerikanischer Unternehmen in Europa, wie Google, Facebook, Apple oder Amazon, gelten und somit die Steuergerechtigkeit weltweit verbessern.

Ist das der Weg zu mehr Gerechtigkeit? Ein Kommentar dazu von Markus Feldenkirchen, politischer Autor beim "SPIEGEL".

radioeins Kommentator

Markus Feldenkirchen

Vom Nachrichtenmagazin "Der Spiegel"

Markus Feldenkirchen
Maurice Weiss

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