Kommentar von Markus Feldenkirchen

Klimaziele im Verkehr: Höchste Zeit für Panik!

Tempo 120 auf Autobahnen! Höhere Steuern vor allem auf Diesel! Weg mit der Pendlerpauschale! Weg mit Privilegien auf Dienstwagen! Höhere Lkw-Maut! Das Umweltbundesamt hält drastische Einschnitte für nötig, um die deutschen Klimaziele im Verkehr zu erreichen. So steht es in einer Studie des Umweltbundesamtes.

Verkehrsstau auf der Leipziger Straße in Berlin-Mitte © imago/photothek
Aus der SPD heißt es, mit so drastischen Maßnahmen würde der soziale Zusammenhalt in der Gesellschaft gefährdet | © imago/photothek

Wenn Deutschland im Verkehr die Klimaziele erreichen will, muss es drastische Einschnitte geben, viel drastischer, als es jetzt im Klimapaket beschlossen wurde. Zu diesem Schluss ist das Umweltbundesamt bereits vor einem halben Jahr gekommen. Das Papier wurde allerdings jetzt erst veröffentlicht.

Verkehrsminister Andreas Scheuer kritisiert, mit solchen Studien versetze man die Bürger in Panik.

In dem Bericht der Behörde heißt es, nur mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 120 Kilometern pro Stunde könnten die deutschen Klimaziele erreicht werden. Gefordert wird außerdem, Sprit teurer zu machen. Diesel soll demnach bis zu 70 Cent mehr kosten, Benzin bis zu 47 Cent. Auch die Pendlerpauschale sollte abgeschafft werden.

Man dürfe klimaschädliches Verhalten nicht weiter belohnen, sagte die Leiterin des zuständigen Fachgebiets, Katrin Dziekan, im rbb. Es gehe darum, bis zum Jahr 2030 wichtige Maßnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen.

Sind diese Vorschläge sinnvoll? Ein Kommentar von Markus Feldenkirchen, politischer Autor beim Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL.

Verkehrsstau auf der Leipziger Straße in Berlin-Mitte © imago/photothek
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Das Umweltbundesamt ist Deutschlands zentrale Umweltbehörde. Sie berät die Bundesregierung, hat aber keine Entscheidungsbefugnisse.

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Markus Feldenkirchen

Vom Nachrichtenmagazin "Der Spiegel"

Markus Feldenkirchen © DER SPIEGEL
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