Kommentar von Markus Feldenkirchen

"Der Große Zapfenstreich ist eine Form der Entschuldigung"

Fast zwanzig Jahre war die Bundeswehr in Afghanistan stationiert. Unter der Führung der USA sollte dort auch "Deutschlands Sicherheit am Hindukusch verteidigt“ werden, so der damalige Verteidigungsminiter Peter Struck. Das Ende des Einsatzes hat weltweit Entsetzen ausgelöst. Gestern Abend wurden die deutschen Soldaten, die in Afghanistan waren, geehrt.

Markus Feldenkirchen
Markus Feldenkirchen | © Maurice Weiss

War ein großer Zapfenstreich überhaupt angemessen? Markus Feldenkirchen sagt: "Ja, unbedingt! Die Soldatinnen und Soldaten haben sich diese Form der Anerkennung verdient." Sie hätten alles gut und richtig gemacht, nur leider wurde ihnen Zuhause von den Politikern häufig das Leben schwer gemacht: "Sie wurden verheizt."

Die Afghanistan-Politik war ein Desaster. Die Lehre aus 20 Jahren Afghanistan-Einsatz müsse sein, dass solche Missionen in Zukunft nicht mehr stattfinden.

Ein Kommentar von Markus Feldenkirchen, politischer Autor beim "SPIEGEL".

radioeins Kommentator

Markus Feldenkirchen

Vom Nachrichtenmagazin "Der Spiegel"

Markus Feldenkirchen
Maurice Weiss

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