Kommentar von Markus Feldenkirchen

Jobcenter verhängen weniger Hartz-IV-Sanktionen

Wer Hartz IV bezieht, dem geht es finanziell nicht gut. Das Nötigste für ein vermeintlich würdiges Leben soll es sein. Dabei ist der Hartz-IV-Satz gezielt knapp gehalten, um den Druck zu erhöhen, wieder in den Arbeitsmarkt zu finden.

Stempel mit Aufschrift "Hartz 4" © imago/Christian Ohde
Stempel mit Aufschrift "Hartz 4" | © imago/Christian Ohde

Aber selbst diese geringe staatliche Zuwendung wird schnell gekürzt, wenn gegen Auflagen verstoßen wird, man beispielsweise nicht zu Meldeterminen erscheint. Opposition und Sozialverbände fordern die Praxis der Sanktionen abzuschaffen, die vor allem junge Bezieher oft schnell und hart trifft, zu gestrichenen Bezügen und sogar Obdachlosigkeit führen kann.

Die Zahl der Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger ist im ersten Halbjahr dieses Jahres leicht gesunken. Sind das jetzt gute Nachrichten? Ein Kommentar von Markus Feldenkirchen, politischer Autor beim Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

Stempel mit Aufschrift "Hartz 4" © imago/Christian Ohde
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Markus Feldenkirchen

Vom Nachrichtenmagazin "Der Spiegel"

Markus Feldenkirchen © DER SPIEGEL
DER SPIEGEL

Seinen Jugendtraum, Fußballprofi bei Borussia Mönchengladbach zu werden, hat er verfehlt. Die Schauspielerei interessierte ihn nur kurz, dann entschied er sich für einen Beruf, der weniger mit ... [mehr]