Kommentar von Markus Feldenkirchen

Attentat von Halle

Jom Kippur, den höchste jüdische Feiertag, hatte sich der mutmaßliche Attentäter von Halle ausgesucht. 60 Menschen in der Synagoge in Halle in Sachsen-Anhalt waren sein Ziel. 

Trauer nach Schüssen in Halle: Ein Mann zündet eine Kerze auf dem Marktplatz an
Trauer nach Schüssen in Halle: Ein Mann zündet eine Kerze auf dem Marktplatz an | © dpa

Mit Stahlhelm, Kampfuniform und antisemitischen Parolen rückte er an, filmte sich selbst und streamte das ins Netz, kam aber nicht in die Synagoge rein. Zwei Menschen starben. Jetzt ermittelt der Generalbundesanwalt und es deutet vieles darauf hin, dass wir gestern zu Jom Kippur einen antisemitischen, rechtsextremen Angriff in Deutschland erlebt haben.

Erst war von mehreren Tätern die Rede, nun gehen die Ermittlungsbehörden von einem Täter aus Sachsen-Anhalt aus. Macht das den Fall weniger besorgniserregend? Ein Kommentar von Markus Feldenkirchen, politischer Autor beim Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL.

radioeins Kommentator

Markus Feldenkirchen

Vom Nachrichtenmagazin "Der Spiegel"

Markus Feldenkirchen © DER SPIEGEL
DER SPIEGEL

Seinen Jugendtraum, Fußballprofi bei Borussia Mönchengladbach zu werden, hat er verfehlt. Die Schauspielerei interessierte ihn nur kurz, dann entschied er sich für einen Beruf, der weniger mit ... [mehr]