Do 22.04.
2021
08:10

Kommentar von Markus Feldenkirchen

Der Fall Nawalny: "Bloße Rhetorik reicht einfach nicht mehr aus"

Das Vorgehen gegen den inhaftierten Putin-Kritiker Nawalny und der Konflikt in der Ostukraine. Die Beziehungen von Russland zu Europa und den USA sind auf einem Tiefpunkt angelangt. Um gegen seine Haftbedingungen zu protestieren, ist Alexej Nawalny vor drei Wochen in den Hungerstreik getreten.

Markus Feldenkirchen
Markus Feldenkirchen | © Maurice Weiss

SPD-Bundesaußenminister Heiko Maas sorgt sich:

"Die gute Nachricht ist, dass Herr Nawalny nun endlich dringend benötigte medizinische Versorgung zu erhalten scheint. Das werden wir sehr intensiv verfolgen, ob dem auch so ist. Unsere Sorge um die körperliche Verfassung von Herrn Nawalny wird dadurch nicht geringer."

Der EU-Außenbeauftragte Borrell sagte, die EU mache Russland "für die Gesundheitssituation von Herrn Nawalny verantwortlich". Die USA haben Sanktionen angekündigt, sollte Nawalny jetzt in Gefangenschaft sterben.

Russlands Präsident Putin hat das Ausland in seiner Rede zur Lage der Nation vor jeglicher Provokation gewarnt. Kein Staat soll Russlands "rote Linien" überschreiten.

Muss Deutschland jetzt trotz der Putin-Rede wegen Nawalny mehr Druck ausüben? Ein Kommentar dazu von Markus Feldenkirchen, politischer Autor beim "SPIEGEL".

radioeins Kommentator

Markus Feldenkirchen

Vom Nachrichtenmagazin "Der Spiegel"

Markus Feldenkirchen
Maurice Weiss

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